Monday Night Combat

Auch dieser Summer of Arcade hat mit Castlevania und Tomb Raider wieder große Namen oder mit Limbo ein tolles Artdesign zu bieten, daneben kommen dann vermeintliche Lückenfüller wie Monday Night Combat in der Berichterstattung deutlich zu kurz, was sich nach ausführlichem Probespielen als eindeutiger Fehler erweist.

Monday Night Combat lässt sich am ehesten als Mischung aus Team Fortress 2 und Tower Defence beschreiben. Der Stil des Spiels mit seinen überdrehten, comicartigen Charakteren könnte genauso gut von Valve stammen, was ja kein Nachteil sein muss. Der herrlich sarkastische Stadionsprecher fügt sich nahtlos in dieses Bild ein, aber erst mal zum Anfang:

Monday Night Combat versetzt den Spieler in die Zukunft, dort verlaufen Sportveranstaltungen etwas anders als heutzutage: Im Stadion kämpfen die „Sportler“ gegen Wellen von Robotern um Leben und Tod, alles kommentiert vom eingangs erwähnten Kommentator im Stadion. Die Belohnungen fallen auch entsprechend aus: jeder zerstörte Gegner hinterlässt eine Münze oder ein Powerup. Nach jeder Runde habt ihr die Gelegenheit in einem Bonusspiel zusätzliches Geld oder Goodies zu verdienen, diese werdet ihr in der zweiten Runde auch dringend brauchen.

Gleicht Monday Night Combat bis hierher noch einem sehr gewöhnlichen Ballerspiel wird die Sache in Runde zwei interessant: Hier gilt es eine goldene Kugel in der Mitte der Arena zu verteidigen. Dazu baut ihr auf vorgegebenen Säulen diverse Geschütze auf, ganz nach Tower Defence Methode entscheidet euer zuvor verdientes Geld ob ihr die mächtige Raketenrampe oder nur ein mickriges Gewehr bauen könnt.

Dann geht es Rund: Aus allen Richtungen kommen Roboter rund versuchen die goldene Kugel und damit euer sauer erkämpftes Geld zu erobern, hier gilt es nicht nur gut zu schießen sondern auch taktische klug zu denken: Von wo kommt die größte Gefahr, wer ist als erster hier und in welcher Reihenfolge schalte ich die Gegner am besten aus? Hier lässt Monday Night Combat gekonnt die Spielspaß Muskeln spielen, vor allem wenn man durch aufsammeln von „Softdrinks“ in den Powermodus wechselt, hier bewegt man sich deutlich schneller und richtet wesentlich mehr Schaden an, dieser Modus kann jederzeit ausgelöst werden wenn die Leiste am unteren Bildschirmrand gefüllt ist. Alleridings gilt es auch hier taktisch zu denken und den richtigen Moment abzupassen beziehungsweise sich mit seinen Mitspielern abzustimmen.

Dieser „Blitz Modus“ genannte Spielmodus kann nicht nur alleine angegangen werden, auch zu kooperativ zweit am geteilten Bildschirm oder zu viert über Xbox Live ebenfalls im Coop kann gespielt und die Geldkugel gegen Roboter verteidigt werden

Bis zu zwölf Spieler sogar sind involviert wenn man auf die Roboter verzichtet und im „Kreuzfeuer“ Modus antritt: Dann spielt man im 6 gegen 6 und versucht die gegnerische Geldkugel zu zerstören oder die eigene zu verteidigen, auch hier natürlich wieder mit den Geschützen als Tower Defence Anleihe.

Wie schon angeklungen ist gibt es die verschiedensten Gegner: Angefangen bei kleinen wendigen „Toastern“ die nicht mehr als 2-3 Treffer aushalten über die sogenannten „Gorillas“ die sich schnell auf den Spieler zubewegen und ihn im Nahkampf den Schwitzkasten nehmen bis hin zu spinnenartigen Artillerierobotern die zwar langsam sind und nicht allzu viel einstecken können, dafür aber mächtig und über eine große Distanz austeilen können.

Die am Ende einer Runde gewonnenen Gelder kann der Spieler nutzen um die einzelnen spielbaren Klassen anzupassen oder sich mit sogenannten Protags von der  Masse abzuheben.

Fazit:

Wenn man von einem Spiel so gar nichts erwartet kann man auch nur schwer enttäuscht werden, ganz im Gegenteil: Monday Night Combat ist DIE Überraschung des diesjährigen Summer of Arcade, der Grafikstil und der sarkastische Stadionkommentator passen gut zum restlichen Spieldesign, die Action in der Arena ist schnell und stimmig  und die Multiplayerpartien machen einen Heidenspaß. Monday Night Combat ist der typische schnelle Snack für zwischendurch wenn man nur mal eben eine Stunde unkomplizierten Spaß haben will. Die Belohnungen  sind motivierend und fesseln teilweise länger an das Spiel als man denkt. Lediglich der doch recht hohe Preis von 1200 MS Points trüben das Vergnügen etwas, wer aber gerade einige Punkte übrig hat und nach einem unkomplizierten Multiplayershooter mit Singleplayeroption sucht sollte sich Monday Night Combat etwas genauer anschauen.

[xrr rating=8/12 label=“Spielspaß:“ display_as=fraction_stars fraction_separator=“ / „]

Infos zum Spiel

Name und Link zum Spiel: Monday Night Combat

Entwickler: Uber Entertainment

Preis: 1200 MS Points

Größe: 736 MB

21. August 2010 | Autor: Stargaze

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