Blues and Bullets – Episode 1

Genre: Film Noir Adventure Publisher: A Crowd of Monsters
Termin: Bereits erschienen Entwickler: A Crowd of Monsters
Preis: 4,99 € pro Episode Games Store Link

Was vor einiger Zeit beim ersten Trailer von Blues and Bullets sofort mein Interesse geweckt hat war der sehr eigenwillige Sin City-Look. Grundsätzlich ist das Spiel Scharz-Weiß, lediglich die Farbe Rot ist ständig präsent. Das Setting ist ein Amerika in den 50er Jahren, also ein typische Noir-Setting mit Gangstern, korrupten Cops und schicken Anzügen.

Die erste Episode von insgesamt fünf des Telltale typischen Adventures führt uns zunächst in die grundlegende Geschichte ein. Seit Jahren verschwinde Kinder auf unerklärliche Art und Weise. Der Detective Eliot Ness engagierte sich besonders bei der Suche. Doch sein größter Erfolg wäre fast die Überführung von Al Capone gewesen, der dann allerdings erst später wegen Steuerhinterziehung eingesperrt werden konnte. Durch die Jagd auf Capone ging natürlich auch Ness Ehe in die Brüche und 20 Jahre später betreibt der Pensionär schließlich ein typisches amerikanisches Diner, das Blues and Bullets. Ness hat bis zum Erscheinen einen mysteriösen Mannes nichts mehr mit Ermittlungen am Hut. Doch dann entspinnt sich eine Geschichte, welche die verschwundenen Kinder und Al Capone verknüpft, aber auf eine etwas andere Art.

Die Geschichte ist weder besonders kreativ noch weiß ich bisher so Recht, worauf es in den weiteren Episoden hinauslaufen soll. Die erste und die letzte Szene dieser Episode haben mir ein großes Fragezeichen im Gesicht hinterlassen. Eigentlich ja ein gutes Zeichen. Ich hoffe allerdings, dass es nicht ins übernatürliche abdriftet.

In der Haut von Eliot Ness ermitteln wir an verschiedenen sehr abgefahrenen Orten. Die stets in Schwarz-Weiß mit den erwähnten roten farbkleksen gehalten sind. Die Inszenierung ist immer sehr ernst, blutig, brutal und erwachsen. Lustige Charaktere und Gespräche gibt es nur selten am Rande, die meiste Zeit geht es sehr Ernst zu. Die Filmartigen Kamerafahrten und dieser ernste Ton sind oft etwas zu dick aufgetragen.

Die Grafik ist okay, viele Unzulänglichkeiten werden durch den tollen Grafikstil verdeckt und die Animationen sind extrem holzig. Sehr überrascht war ich, dass dafür wohl angeblich sogar Motion Capturing eingesetzt wurde.

Die Schauplätze durchlaufen wir ultra linear, auch wenn es meistens so aussieht, als würde ein Abschnitt viel Platz für Erkundungen bieten, ist der Pfad fast immer vorgegeben und sehr begrenzt. Das nervt oft, da die Schauplätze stellenweise sehr interessant aussehen. So sind wir unter Anderem auf einem riesigen Zeppelin unterwegs. Wir klicken uns von einem großen Auge zum Anderen und zwei Mal erledigen wir kurze Rail-Shooter-Sequenzen, die so anspruchsvoll sind wie das Schmieren eines Butterbrots. Ach ja, zwischendurch treffen wir natürlich ein Paar typische Entscheidungen, bei denen ich allerdings noch keinerlei Auswirkungen feststellen konnte.

Zusammenfassung

  • unverbrauchter Look
  • Tatortermittlung
  • passende Musik
  • grundsätzlich nichts Neues
  • hölzerne Animationen
  • schwankende Sprecherqualität

McLustigs Fazit

Generell war ich die 3 Stunden Spielzeit gut unterhalten und es interessiert mich auch, worauf die ganze Geschichte hinauslaufen wird. Es ist aber kein Spiel, das man unbedingt gespielt haben muss.

Vielen Dank an A Crowd of Monsters für das Bereitstellen eines Download-Codes.

11. September 2015 | Autor: McLustig

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