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Inside Review: Kaleidoscope

Was in letzter Zeit so auf dem Indiemarktplatz unserer feinen Konsole abgeht ist ja schon fast nicht mehr feierlich – im positiven Sinne! Da jagt ein Top Titel den nächsten und so langsam macht sich die Qualität immer mehr breit und das alles in maximal 150 MB. Es ist aber immer wieder eine Schade zu lesen, das so wenig Leute überhaupt den Indie Reiter im Dashboard anwählen. Heute soll aber mal wieder ein Review folgen für das es sich lohnt die Punkte zu verprassen. Und so kurz nach der Veröffentlichung befindet Kaleidoscope von der Morsel Schmiede schon in den Top 10 der deutschen Indiecharts. Wir berichteten ja in der Vergangenheit schon über den Titel, der dank seiner künstlerischen Gestaltung überzeugt und beim Gameplay alles richtig macht. Aber gebt euch hier und jetzt mal einfach den Review zu Kaleidoscope….

Allgemeine Infos

Name & Link zum Spiel: Kaleidoscope

Entwickler: Morsel

Preis: 240 Microsoft Points

Größe: 88 MB

2D Platform Jump´n´ Run Spiele waren damals auf jedem System vertreten. Mal mehr, mal weniger bekannt und spielerisch wertvoll. Und dann, Mitte der neunziger kam dann die Wende. 3D war hip, trendy und irgendwie voll toll. Und all die alten Klassiker verblassten und wurden immer Polygonreicher. Verblassen ist auch ein super Stichwort für Kaleidoscope. Denn diese Indieperle zelebriert die guten, alten Tage und ist dennoch knackfrisch und irgendwie anders als die meisten Spiele. Klar, es ist ein Platformer und erfindet damit nicht das Rad neu, aber es setzt Akzente wie man sie nur bei den freien Entwicklern finden kann. Die Welt von Kaleidoscope wurde nämlich sämtlicher Farbe beraubt und es liegt an unseren schwarz-fusseligen Freund Tint diese wieder zurück in die Welt zu holen. Klingt nicht atemberaubend, ist aber eine nette Story, verpackt um ein geniales Gameplay. Denn die Level, in denen man startet sind von Anfang an grau und trostlos. Erst nachdem man einige Frabpigmente aufgesammelt hat kommt Leben in die Bude, oder anders geschrieben – Farbe zurück ins Leben. Aber erst nach und nach. Manche Dinge in dem Level bleiben vorerst noch grau, während andere in den schönsten Farben erstrahlen. Was das ganze noch verstärkt ist der Soundtrack. Denn auch dieser ist am Anfang noch leicht zurückhaltend und gewinnt erst mit der Farbe an Klang und Intensität. Und grad der Score ist wirklich gelungen hier sei mal verraten das man ihn sich unter diesem LINK hier kostenlos saugen kann. Eine ganz klare Empfehlung!  Dieser ist in jeder der vier Welten auch anders. Auch die Hintergründe und Anforderung wechseln mit jeder Welt, wobei die in Nacht getünchte dritte Welt die Speerspitze darstellt. Man sieht von seiner Figur nur selber die kleinen, weissen Augen, während uns die großen Bäume mit ihren grusligen Fratzen beobachten – total genial! Für 240 Punkte bekommt man hier mal wieder wirklich etwas geboten. Ein Spiel mit einer tollen, liebevollen Grafik, einen einmaligen Soundtrack und einfachen, genialen Gameplay. Nichts zu motzen und/oder zu beanstanden. Kaleidoscope macht Spass und macht verdammt viel richtig! Team Morsel FTW!

Fazit

Ich bin traurig! Traurig deswegen, weil solch ein tolles Spiel leider nie Anerkennung verdient die ihm zusteht. Die Mannen Matthew Stenbeck, Sang Han und Mattias Häggström Gerdt haben hier wirklich was liebevolles Gezimmert. Was einfaches, aber doch so tolles. Es ist quasi wie ein selbst gebasteltes Geburtstagsgeschenk von seinen Kindern. Wo man sieht das da sehr viel Mühe drin steckt, sie mit liebe etwas bastelten. Es ist nichts von der Stange. Das Gerüst von Kaleidoscope ist zwar ein bekanntes und bewährt sowieso, aber das was da außen rum gebastelt wurde, das ist echt klasse! Das Spiel spricht eigentlich so ziemlich jeden Zocker an. Vom Casual bis hin zum Hardcorefreak. Denn unser kleiner Held Tint kann bei Gegnerkontakt zwar „sterben“, jedoch kann er das beliebig oft tun, ohne das mal ein „Game Over“ Bildschirm jemanden die Tränen in die Augen treibt. Die Motivation die man aber schöpft liegt darin die Welten und Level zu erforschen. Denn die drei Hauptpigmente sind teilweise gut versteckt. Und diese sind ja wichtig um weitere Level zu bereisen. Aber all zu viel will ich hier gar nicht mal Preis geben. Selber spielen sollt ihr es ja. Und neben Arkedo´s 03 Pixel! ist Kaleidoscope wahrlich der beste Platformer auf dem Indiemarktplatz. Einer der auch dank seiner Präsentation vieles gut macht. Und wahrlich ein Spiel was die rund 3 Euro locker wert sind. Und nicht vergessen sich den Soundtrack zu saugen, denn auch dieser ist wirklich sehr schön. Also wer bei Kaleidoscope nicht zu greift, der verpasst mal wieder ein SUPER Indiegame. Dicke Kaufempfehlung mit Sahne oben drauf! Und ein ebenso dickes „THANKS!“ an die Morsel Jungs für dieses wundervolle Spiel.

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25. Februar 2010 | Autor: Kn0kkelmann

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