News & Gerüchte

zurück zur News-Übersicht

Indie Game Review: Arkedo Series – 03 Pixel!

Weniger ist oft viel mehr. Diesen Satz sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Die älteren unter uns werden mir ganz sicher beipflichten. Wer von uns erinnert sich nicht gerne an all die 8- 16- 24- 32-Bit Zeit zurück. Eine Zeit die mit einfachsten Mitteln den Spieler begeistern konnte und Stundenlang vor dem Gameboy, dem Amiga, oder dem NES fesselte. Dank der recht grossen Gemeinschaft an Indie Entwickler, – wovon viele sich dem Retro Kult hingeben – welche heute eigentlich jede Plattform beherbergt, wird der geneigte Zocker auch hin und wieder damit bedient. Grad im Bereich der 2D  Hüpferein. Drum wird hier mal das Spiel „Arkedo Series – 03 Pixel!“ näher beleuchtet…

Blue Like You

Ein Entwickler, der für die Xbox 360 Indie Games recht fleissig ist, ist die Schmiede Arkedo Studio. Diese haben vor kurzem ihren neusten Streich auf den Indie Marktplatz veröffentlicht. „Arkedo Series – 03Pixel!“ lautet der Name. Es ist der dritte Teil aus ihrer „Arkedo Series“.

Wie eben erwähnt sind die Leutchen aus den „Arkedo Studio´s“ sehr emsig (für „Pixel!“ holten sie sich jedoch Hilfe von „Pastagames„. Eine Schmiede mit der sie sich das Haus teilen) . Haben sie doch im Oktober ihren ersten Hit „01 Jump!“, und im November dann „02 Swap!“ veröffentlicht. Jetzt nun im Dezember folgte dann „03 Pixel!“. Was bei allen drei Titeln auffällt ist die sehr hohe Qualität der Spiele und vor allem: Die Optik! Gepaart mit dem Hauch von Retro (Sound, Grafik und Gameplay) sind in aller Regel zwei, wenn nicht sogar drei der Spiele unter den best Bewertetsten Indie Games auf dem dazu gehörigen Marktplatz. Und das fast überall auf der Welt wo es die Indie Games gibt. Dank des erschwinglichen Preises von 240 MS Points (ca. 3€) etwas wo man zuschlagen sollte/muss! In Frankreich schlummern wohl eine Menge Talente. Von ganz ungefähr kommt das dann aber doch nicht. Denn die 5 Mitarbeiter/Programmierer aus dem Land von Baguette, Wein und Blauschimmelkäse haben hier und da schon Erfahrung sammeln können. Es sind sogar schon zwei Nintendo DS Spiele draus entstanden. Alle unter dem Banner „Arkedo“.

So blau möcht´ ich sein

Kommen wir aber nun endlich zu „Pixel!

Das erste was sogleich auffällt ist die Präsentation. Die Grafik sieht aus wie aus einem Gameboy Spiel. Mit Fug und Recht trägt es den Namen Pixel. Dank 720p Auflösung sieht es auf dem grossen HD Fernseher jedoch fabelhaft aus. Daran ist auch die Farbgebung dran schuld. Blau! Alles ist quasi Blau und schaut einfach umwerfend gut aus. Dazu gesellen sich die Farben Weiss, Schwarz, Grau, orange und Pink. Alles in verschiedenen Unterstufen.

Wir steuern die Katze Pixel durch (neben Silver Wish Games (Axel & Pixel) schon der zweite Entwickler der den Namen Pixel für ein Tier wählt…) 6 recht grosse Levels. Dazu gesellt sich noch ein Einführungslevel. Sieben Level also in denen Pixel sein Abenteuer hüpfend, rennend und Rätsel lösend bestehen muss. Und das alles auf einem enorm hohen Niveau.

Die Grafik ist sogleich halt das erste was auffällt. Alles ist super detailliert und mit sehr viel Herzblut gestaltet. Die Animationen von Pixel und seinen Gegnern erinnern wahrlich an alte Zeiten, sind aber keineswegs altbacken. Die Hintergründe der Level sind dem jeweiligen Themengebiet angepasst (Haus, Höhle, usw…) und verleihen dem ganzen eine sehr schöne Tiefe. Irgendwie werde ich beim Spielen von „Pixel!“ immer ein wenig an Nintendo´s Kirby erinnert.

Der Sound fügt sich diesem Retro Shock natürlich ebenso gut ein. 8-Bit Gedudel vermischt mit modernen Klängen kann nur gut sein. Die restliche Geräuschkulisse klingt ähnlich. Vom „Plopp!“ wenn man auf einen Gegner hüpft bis zum leiernden Ausklingen der Musik falls man seine Herzen verliert.

Das gesamte Gameplay macht neben der Optik aber den eigentlich Reitz des Spieles aus. Mal mehr, mal weniger Simpel ist es die Plattformen zu beherrschen. Die Levelarchitektur ist klasse. Wenn man so durch die Level rennt, dann weisen einen immer mal wieder Schilder auf etwas hin. Wie zum Beispiel an einem Punkt wo man aufgefordert wird die „LT“ Taste zu drücken. Befolgt man die friert sogleich der Bildschirm ein und eine Lupe erscheint. Mit dieser nehmen wir dann einen „?“-Block unter die Sprichwörtliche und werden sodann in diesen gesaugt. Dort weist uns ein Pfeil die Richtung in die wir gehen sollen. Wir könne aber immer nur bestimmten Wegen folgen. Ab und wann wird uns dieser nämlich versperrt. Am Ziel dort angekommen bekommen wir dann unter anderem die gesamte Energie zurück, oder ein Portal zum beenden des Level wird uns spendiert. Und bisweilen muss man wahrlich seine grauen Zellen anstrengen um ein Zahlenrätsel zu lösen. Und Arkedo haben sogar noch etwas gelernt. War es bei „01 Jump!“ noch nicht der Fall gewesen sein Spiel zu speichern (klar, Retro halt…), ist es nun anders. Denn dort wird man nach jedem Level der Fortschritt gesichert.

Die Hoffnung ist blau

Und genau diese Kleinigkeiten machen „03 Pixel!“ so genial. Alles wirk wie aus einen Guss. Wenn man etwas zum motzen sucht, dann könnte man sich vielleicht manchmal ein wenig ab der Kollisionsabfrage stören. Bisweilen kam es mir vor das ich noch gut ein Zentimeter Platz zum Gegner hätte und doch wurde ich getroffen. Aber dies fällt kaum ins Gewicht. Die grossartigen Punkte überwiegen einfach. Grad weil das Spiel solch eine Nostalgie versprüht. Wer sich hier nicht wenigstens die Demo gibt, er ist echt selber Schuld und verpasst womöglich ein erstklassiges Spiel, welches früher wahrscheinlich einen GOTY Titel angehangen worden wäre.

Also geht unseren französischen Nachbarn eine Chance, geht zum Indie Marktplatz, guckt entweder unter Top Indiegames, oder unter dem Reiter „A“ nach, sucht „Arkedo Series – 03 Pixel!“ und kauft es euch! Ihr werdet es nicht bereuen. Einen besseren 2D Plattformer werdet ihr einfach nicht finden. Vor allem einen mit solch einer leckeren Optik! Wahrlich ein Must Have! Da kann man einfach nur schreiben: Trés bien!

[xrr rating=12/12 label=“Spielspaß:“ display_as=fraction_stars fraction_separator=“ / „]

P.S. Wer zu faul ist selber zu gucken, der darf hier diesen LINK benutzen um sich von dort dann die Demo, oder besser noch das ganze Spiel zu kaufen. 😉

P.P.S. Dem Schreiberling ist während des Tippens doch glatt eine feine Idee gekommen und hat doch prompt sein „Talent“ in Forza 3 ausgelassen… 😉

Kann man sich in Forza 3 nun auch runter laden…. 😉

28. Dezember 2009 | Autor: Kn0kkelmann

Kommentare

  1. Pixel ist super und schlägt Jump! sowie Swap! um Längen. Besonders die Musik ist klasse, der grafische Stil einfach einzigartig – Arkedo hats drauf!

  2. Das sagt mir das Du heute Abend ein verdammt gutes Arcadespiel spielen wirst! 🙂 Lohnt sich wirklich. Und für dich sogar Actionreicher als mein geliebtes „Clover“. 😀

  3. Ja, das sollte es heißen. 😀
    Ist zwar nicht der Super Mario-Killer schlechthin aber da es sehr liebevoll designt wurde und es mich an 2 Stellen an Terranigma erinnert hat, ist es gekauft. 😉

Schreibe einen Kommentar