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Drei Monate nach Release – Remedy zieht Bilanz nach Alan Wake

Alan Wake ist schon ein bemerkenswertes Spiel – und nicht nur das Spiel an sich. Bemerkenswert ist auch die Entwicklungsgeschichte. So scheint es fast, dass die Entwicklung mehr aus Rückschlägen denn aus Erfolgsmeldungen bestand. Open World – gestrichen und Neuanfang. PC-Version – gestrichen und exklusiv auf der 360. Releasetermin – unzählige male gestrichen und dann in den Monat gelegt, in dem Red Dead Redemption erschien. Ob es an Rockstars Titel lag, der Exklusivität oder doch am eigentlichen Spiel – Alan Wake verkaufte sich alles andere als überragend. Bis heute soll der Titel lediglich knapp 630.000 mal über die Ladentheke gewandert sein. Von den Problemen mit den Codes zum DLC The Signal mal ganz zu schweigen.

Jetzt haben sich Rikko Rautalahti und Oskari Häkkinen den Kollegen von Eurogamer.net im Interview gestellt und einige brennenden Frage rund um das Spiel und die Zukunft von Alan Wake beantwortet. Zum Auftakt geht es um den gerade veröffentlichten DLC. So sei man mit dem Reviews zu The Signal zufrieden gewesen, wichtiger sei es jedoch, dass es den Fans des Spiels gefallen habe. Wann der nächste DLC mit dem Titel The Writer erscheint könne man nicht sagen. Man lässt aber durchblicken, dass es vom Leveldesign noch abgedrehter wird, immerhin befinde man sich ja nicht mehr in der realen Welt. Offen ließ man aber, ob dies der letzte DLC sein. Man sei derzeit noch in der Planung. Es besteht also noch Hoffnung auf eine Weihnachtsfolge.

Besonders stolz bei Alan Wake sei man zum einen auf die erwachsenen Handlung, ohne dass diese dafür in einem Blutbad enden muss, auf die Kämpfe und darauf wie man die Atmosphäre von Bright Falls und den Wäldern eingefangen hat. Auf die Frage, womit man weniger zufrieden sei gibt es als Antwort nur, dass man gerne mehr Zeit fürs Polishing gehabt hätte, so ein bis zwei Jahre – Der geneigte Spieler darf sich an dieser Stelle gerne an den Kopf fassen. Es gebe aber nichts von dem man sage, es fehle im Spiel.

Gefragt, ob es noch eine PC-Version gebe könne man nur antworten, dass man gerade nicht daran arbeite. Da Remedy für Qualität stehe kann man die nicht in 2 Monaten hinschludern sondern müssten viel Zeit darin investieren. Da man sich derzeit noch in der Launch-Phase befindet konnte man mit Microsoft auch noch nicht über einen Nachfolger reden. Man sehen aber keinen Grund, warum man den nicht angehen sollte. Der Wille seitens Remedy sei vorhanden. Dieser würden auf jeden Fall auch auf der 360 erscheinen, möglich wäre daneben auch eine PC-Version.

Man sei sich auch dessen Bewusst, dass bei der Entscheidung darüber auch die Verkaufszahlen einen Rolle spielen. Mit denen sei man zufrieden. Immerhin ist man gerade wieder in die UK-Charts eingestiegen. Man schließe daraus, dass das Spiel eine langfristige Wirkung habe, die Leute nach dem Durchspielen auch weiter über das Spiel reden und es sich weiter verkaufen wird.

Darüber hinaus gibt es noch ein paar weiter Fragen, z.B. zu Alan Wakes Persönlichkeit, der alles andere als ein Mr. Nice Guy ist. Wer mehr erfahren möchte, dem sein das ganze Interview ans Herz zu gelegt. Wenn es wieder etwas neues zu Alan Wake gibt, dann erfahrt ihr es natürlich hier bei uns.

9. August 2010 | Autor: schmusheep

Kommentare

  1. Ich für meinen Teil werde Alan Wake erst kaufen, wenn es preislich auf Grabbeltisch Niveau gesunken ist oder komplett mit den DLC in einer Box daher kommt.

    Vor allem werde ich versuchen, es gebraucht zu bekommen. Bisher habe ich Games eigentlich nur neu gekauft, aber inzwischen sehe ich den Gebrauchtkauf als konsequente Antwort auf den Vertrieb inkompletter Ware deren Story dann per DLC weitererzählt wird.

  2. bei alan wake fehlt na nix. die dlcs erzählen ja, was NACH dem spiel weiter passiert.

    zudem sollte man dlcs nicht pauschal verteufeln. bei mass effect 2 zb. brobieren die entwickler verschiedene ideesn aus (neuer schwebepanzer), sehen wie diese beim spieler ankommen und bauen diese dann in erweiterter und verfeinerter form form in mass effect 3 ein.

    und so ist es acuh bei alan wake. der dlc unterscheidet sich sehr vom hauptspiel, stellenweise auch spielerisch (keller mit hochöfen). hier werten die entwickler auch die reaktionen der spieler aus und bauern diese dann in anderer form evtl. in einen nachfolger.

    aber natürlich nutzen die meisten entwickler die dlcs komplett anders (pferdedecken!!)

    solange dlcs das hauptspiel sinnvoll erweitern (in form von addons), ohne in das hauptspie direkt einzugreifen (so wie neue waffen doer rüstungen), empfinde ich dlcs als netten service.

    und kaufen muss man diese ja nie, denn das spiel in der verpackung ist in seiner form schon fertig – oder habe ich einen grossen mehrwert dadurch, dass ich die 2 sequenzen in assassins creed 2 gespielt habe? nein. assassins creed 2 ist in sich abgeschlossen, auch ohne diese sequenzen.

  3. Nachtrag:
    man soll spiele, zu denen dlcs erscheinen, erst dann unfertig oder nicht komplett nennen, wenn man diese nur durch einen dlc beenden kann. denn die spiele aus der verpackung funktionieren ja komplett ohne dlcs, egal ob da noch ne rüstung oder ne mission dazu kommen oder nicht.

    oder hat jemand in mass effect 2 die neuen crew-mitglieder im hauptspiel vermisst, bevor die dlcs rauskamen?

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