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Der Herbst wird schnell und stinkt nach Benzin

Das Jahr 2008 war für Rennspielfreunde ein sehr gutes: Mit Titeln wie Burnout Paradise, Race Driver: GRID, Midnight Club LA und Pure erschienen eine ganze Reihe hervorragender Spiele, die für viel Spielspaß sorgten. Das Jahr 2009 kann da bisher nicht mithalten, es sind bisher kaum Rennspiele erschienen und diejenigen, die es in die Regale geschafft haben waren entweder völlig veraltet (Superstars V8 Racing) oder konnten die immensen Erwartungen nicht erfüllen (RacePRO, Fuel). Zu allem Überfluss entschied sich Codemasters, die heiß ersehnte F1 Simulation in diesem Jahr nur auf Wii und PSP zu veröffentlichen und XBox-360-Spieler erst im nächsten Jahr in den Genuß einer Formel-1-Simulation kommen zu lassen. In diesem Herbst könnte das Jahr für die Rennfahrer aber noch eine Wende zum Guten nehmen: Gleich vier potentielle Toptitel stehen zwischen September und November in den Startlöchern.

Dirt 2

Der Nachfolger von Codemasters Rally-Hit aus dem Jahre 2007 bügelt eines der größten Mankos des Vorgängers aus: Den Multiplayermodus. Konnte man sich im ersten Teil nur in virtuellen Bestenlisten messen, tritt man in Dirt 2 wahlweise gegen bis zu 8 Konkurrenten aus Fleisch und Blut in frei konfigurierbaren Rennen an. Dazu kommt die fantastische Grafik (die nun auch deutlich flüssiger läuft als noch in Teil 1) und der Wohnwagen als interaktives Menü verspricht ein ungekanntes „Mittendringefühl“ und dürfte die Karriere ungemein bereichern.

Die Grafik ist und bleibt aber das Highlight des Spiels: Die Landschaften und Wagen sehen unglaublich plastisch und echt aus. Bei Unfällen zerlegt es euren Wagen in hunderte Einzelteile. Das heimliche Highlight, das die Detailverliebtheit der Entwickler nur zu gut zeigt: Auf Wunsch baumelt euer Avatar als kleine Puppe vom Rückspiegel in der Cockpitansicht. Die Rennen versprechen einiges an Abwechslung: Neben den altbekannten Etappen, in denen ihr alleine unterwegs seit, wie die bekannten Baja-Rennen, Hillclimb und Duelle, gibt es auch eine Reihe neuer Renntypen: In der Demo könnt ihr bereits einen Namens „Trailblaze“ antesten. Dort startet ihr in schneller Reihenfolge auf eine Etappe, so dass ihr eure Gegner teilweise sogar überholen müsst. In Sachen Fahrzeugauswahl erwartet den Spieler auch eher altbekanntes: Neben den bekannten Rallyboliden und einigen Crossbuggys gibt es noch umgebaute Pickups. Fahrzeuge wie die Trucks aus Dirt 1 fehlen in den insgesamt sieben Klassen allerdings.

Auch wenn ihr vollständig lizensierte Fahrzeuge habt, auf die „echten“ Stars der Rally-WM müsst ihr leider verzichten. Dafür könnt ihr zu den Fantasiefahrern sogar Freundschaften aufbauen und pflegen. Auch in Dirt 2 gewinnt ihr in jedem Rennen Erfahrungspunkte und steigt levelweise auf. Für jeden Levelaufstieg bekommt ihr ein Extra freigeschaltet. Dirt 2 ist eher auf arcadelastiges Fahren ausgelegt als auf eine detailgetreue Simulation – zu viel Realismus sollte man also nicht erwarten.

Trotzdem verspricht Dirt 2 endlich wieder ein Rennspiel-Highlight zu werden. Die Grafik ist atemberaubend schön und läuft butterweich, auch wenn wieder massig Weichzeichner und Effekte zum Einsatz kommen.   Dazu kommt die grandiose Steuerung; es ist dank der eingeschränkten Simulationsapekte problemlos möglich seinen Rallyboliden sanft durch die Kurven driften zu lassen. Auch die Karriere verspricht endlich mehr zu werden als das abarbeiten von einzelnen Rennen.

Release: 10. September 2009

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Need for Speed: Shift

Der Name Need for Speed stand lange Zeit für ausgezeichnete Rennaction und eine tolle Präsentation. Diesen Ruf hat man bei EA mit den letzten Teilen komplett in den Sand gesetzt. Statt mit heißen Luxuskarossen durch tolle Landschaften zu jagen, ging es mit bis zum abwinken getunten Alltagsautos durch frei befahrbare Städte, und statt Rennatmosphäre gab es ein pseudocooles „Fast and Furious“ Szenario.
Nach den größtenteils katastrophalen Wertungen für den letzten Teil NfS: Undercover war es Zeit für einen kompletten Neuanfang der Serie. Diesen versucht EA mit Shift zu vollführen: Ehemalige Entwickler von Simbin (GTR 2, GT Legends), die sich unter dem Namen Slightly Mad  neu formiert haben, bastelten an NfS: Shift und haben eine Premiere geschafft: Erstmals läuft ein Need for Speed auf der Xbox 360 ohne störende Ruckler! Zudem verabschiedete man sich vom Tunerszenario mit ihren illegalen Rennen und setzt auf realistische Rennen mit Rennwagen auf abgesteckten Rennstrecken. Bis zu 15 KI-Fahrer stellen sich euch auf real existierenden Kursen wie der Nordschleife und Spa Francoshamps sowie Fantasiestrecken wie z.B. dem Stadtkurs in London.
EA stellt nicht den Fuhrpark in den Mittelpunkt (im Spiel gibt es „nur“ 75 Wagen) sondern den Fahrer und seine Entwicklung: Für jede gelungene Aktion bekommt ihr Punkte und steigt Level um Level auf. Dabei unterscheidet Shift, ob ihr euch als präziser Fahrer präsentiert, der auf der Ideallinie klebt und Gegner geschickt ausbremst, oder ob ihr eure Konkurrenten vor Kurven als „aktive Bremshilfe“ misshandelt. Je nach eurem Fahrstil bekommt ihr euren Stempel als „Präziser Fahrer“ oder als „Pistenrambo“ verpasst. Diese Einstufung hat Einfluss welche Extras ihr nach einem Levelaufstieg freischaltet. Grafisch macht Shift bisher einen guten Eindruck ohne besondere Maßstäbe zu setzen. Das Gleiche gilt auch für das Schadensmodell und die Fahrphysik: Diese ist um Längen besser als in den vorigen Teilen und kann sogar mit einem RacePRO mithalten – gegen die neue Referenz in spe – Forza 3 komt sie allerdings nicht an.
Statt der Tuningmöglichkeiten der vergangenen Jahre dürft ihr im neuen Need for Speed am Setup schrauben und so versuchen die letzten Zehntel aus eurer Karosse zu quetschen. Ebenfalls Standard ist der Multiplayermodus über Xbox Live: Bis zu acht Spieler dürfen um den Sieg fahren. Erwähnenswert ist aber die KI: Diese klebt keineswegs auf der Ideallinie sondern fährt der Situation entsprechend und baut auch hin und wieder einen fatalen Crash.

Alles in Einem hat Shift ein Hauptproblem: Es erscheint zwischen Dirt 2 und Forza 3, viele Spieler dürften nur Zeit und Geld für ein oder Zwei Rennspiele haben und da scheint die Konkurrenz übermächtig. Trotzdem sollte der geneigte Rennspiel-Fan einen Blick riskieren – hier scheint eine altehrwürdige Serie auf dem Weg zurück zu alter Größe zu sein.
Release: 17. September 2009
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Forza Motorsport 3

Zu diesem Spiel muss man eigentlich nicht mehr viel sagen: Spätestens seit der gamescom und dem direkten Vergleich hat die Xbox 360 exklusive Rennsimulation von Turn 10 den offiziellen Status des „Gran Turismo Killers“. Schon die Zahlen lesen sich gigantisch: Mit 400 verschiedene Fahrzeuge könnt ihr auf über 100 Strecken(versionen) auf die Jagd nach Bestzeiten gehen, um die Datenflut fassen zu können werden zwei DVDs benötigt.
Das von den beiden Vorgängern bekannte und sehr realistische Fahrverhalten wurde nochmals verfeinert, so wird in Forza 3 die exakte Verformung und damit Auflagefläche jedes der vier Reifen berechnet. Das Schadensmodell soll weiter ausgebaut werden und erstmals Überschläge erlauben. Zudem wurde an der Einsteigerfreundlichkeit geschraubt: Dank eines Fahrassistenten muss sich der Einsteiger nur ums grobe Lenken und Gas geben kümmern – Das Bremsen und feine Einlenken übernimmt auf Wunsch das Spiel. Aber auch die Profis freuen sich über noch mehr Setupmöglichkeiten um die letzten tausendstel Sekunden aus dem jeweiligen Wagen zu quetschen.
Grafisch hat Forza 3 mit seinem Vorgänger au dem Jahr 2007 gar nichts mehr zu tun: Die Grafikengine wurde komplett neu programmiert. Die Fahrzeuge zeigen einen noch nicht gesehenen Detailreichtum, in den Chromfelgen spiegelt sich sogar die Umgebung und vor allem die Bergstrecken können durch nette Details begeistern. Forza 3 ist zwar nicht so Effektüberladen wie die Konkurrenten Dirt 2 und NfS: Shift, kann aber mit seiner realistischen und klaren Grafik auf ganzer Linie überzeugen.
Die KI konnte beim Probespielen auf der gamescom mit intelligentem Überholen und harten Manövern genauso überzeugen wie die erstmals vertretene und sehr sehr gut aussehende Cockpitperspektive. Die Karriere verspricht dank optionalem Rennkalender und deutlich mehr Strecken um einiges Abwechslungsreicher zu werden als noch die Karriere von Forza 2.

Was soll man noch sagen? Der Vorgänger war klasse und Forza 3 scheint noch einiges mehr zu können: Hier kommt höchstwahrscheinlich DAS Rennspiel dieser Konsolengeneration auf uns zu. Nach dem Eindruck auf der gamescom kann Turn 10 eigentlich gar nichts mehr falsch machen und ab dem 23. Oktober können sich alle Rennsportfan von der neuen Referenz in Sachen Rennspiel überzeugen. noch nie sah eine Rennsimulation so gut aus und fuhr sich so fantastisch.
Release: 23. Oktober 2009

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Blur

Das Microsoft mit Bizzare Creations die Macher der überaus beliebten Project Gotham Racing Spiele hat ziehen lassen war für die Rennspielfans mit Xbox 360 ein herber Schlag. Ihre neue Heimat haben die Jungs von Bizzare bei Activision gefunden. Nachdem sich die Entwicklung eines James Bond Rennspiels als Gerücht entpuppte präsentierte man vor geraumer Zeit das erste Projekt: Blur. Activision verspricht mit Blur für Rennspiele die gleiche Revolution wie mit Modern Warfare für Shooter.
Blur verbindet rasante Actionrennen mit Powerups und Waffen um ein unvergleichliches Multiplayerspektakel zu bieten. am ehesten lässt sich das Spiel mit dem Xbox 360 Starttitel Full Auto vergleichen, nur noch schneller und abgedrehter. Grafisch macht Blur durchaus was her: Die Wagen sehen sehr schick aus, die Umgebung glänzt teilweise mit hübschen Details, teilweise sieht sie aber auch recht trist aus.
Das Fahrgefühl wirkt wie ein PGR „light“ – Die Autos verhalten sich zwar nachvollziehbar, die Fahrphysik kann mit den Vorgängern aber nicht mithalten.

Activision nimmt den Mund mit Blur ganz schön voll – Ob sich die Versprechen bewahrheiten erfahren wir im November. Blur könnte ein sehr spaßiges Rennspiel werden, sieht sich aber fast übermächtiger Konkurrenz gegenüber.
Release: 03.11.2009
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Brummmmmmm….

Ihr seht, der Herbst wird heiß, zumindest für Rennspielfans. Teilt uns doch einfach in der aktuellen Umfrage oder in den Kommentaren mit welches Rennspiel ihr euch holen werdet, eventuell sieht man sich ja mal auf der einen oder anderen Rennstrecke. Diese Übersicht ist aber nicht das einzige was ihr zu Rennspielen hier auf inside-360 lesen werdet: In Kürze gibt es eine kleine Übersicht über die Lenkräder, die es für die Xbox 360 gibt und nach dem Forza 3 Release ausführliche Tests zum Microsoft Wireless Racing Wheel und zum Fanatec Porsche 911 S Wheel, welches uns für ein Review freundlicherweise von Fanatec zur  Verfügung gestellt wird. Selbstverständlich werdet ihr zu den hier vorgestellten Spielen auch ausführliche Reviews auf inside-360 finden.

3. September 2009 | Autor: Stargaze

Kommentare

  1. Midnight Club LA CE
    Was ist damit in der Umfrage eigentlich gemeint? Kommt eine Art GotY-Version auf den Markt oder was?

  2. Da ich mir Forza 3 sowieso holen wollte werde ich das wohl mit dem Praktischen Verbinden und mir gleich das Elite Bundle mit der 250 GB-Festplatte und den 2 Controllern holen. Laut Areagames soll dieses Bundle auch schon inoffiziell für Oktober (aufgrund des Release vom Spiel wohl für ende Oktober) bestätigt worden sein.

  3. Also NfS und Forza sind sicher, Dirt vielleicht später und das andere zählt wahrscheinlich nicht.
    Wenn ihr jetzt hier auch noch anfangt von dem Porsche Wheel zu schwärmen wird dieses Jahr richtig teuer. Hab mir gerade erst n Buttkicker gegönnt^^

  4. Also Blur gefiel mir auf der Gamecom überhaupt nicht.
    Sah aus wie ein NFS Undercover auf Extasy.

    Vielleicht tauschen ja Blur und Shift einfach Ihre ehemaligen Fans untereinander 😀

  5. Forza 3 ist schon bestellt. Shift und Dirt werd ich abwarten bis sie günstig zu haben sind. Blur überzeugt mich nicht. Da finde ich Split/Second von Black Rock interessanter, aber das kommt erst nächstes Jahr.

  6. bis dirt2 günstig wird, kannste lange warten. der preis vom ersten teil hielt sich schon knapp 2 jahre auf release-preis. gebracuhte werden deswegen auch recht teuer sein. tipp: bei der grotte gibts das für 48€ als uk-import

  7. Dann warte ich halt. Hab ich bei Teil 1 auch gemacht. Die CMR Spielreihe hat keine Priorität mehr bei mir, seit man mit Dirt vom alten CMR Feeling weg gegangen ist.

  8. Oh ja, ein RICHTIGES CMR im Stile von 4.0 wäre nochmal was. Oder ein Richard Burns Rally mit Dirt 2 Engine 😀

  9. Richard Burns Rallye war mir bissel zu heftig. Das muss nich unbedingt sein. So wie CMR vor Dirt war, sowas hätte ich gerne wieder.
    Aber wird wohl nicht mehr so kommen.

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