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Xbox Live darf schwul werden

Wenn man bisher auf Xbox Live das Wort „Gay“ zu lesen bekam, dann wahrscheinlich weil jemand das zweite GTA IV-Addon eingelegt hatten. Denn wer seine Gamercard benutzt, um ein wenig von sich zu erzählen musste bisher bei einem Thema besonders vorsichtig sein oder es besser gar nicht erwähnen: Seine sexuelle Orientierung. Dies galt grundsätzlich für alle Orientierungen, Aufsehen brachten aber Fälle, wo der Gamertag von Homosexuellen gesperrt wurde. In Folge dessen protestierten viele Organisationen, die sich gegen Diskriminierung von Homosexuellen einsetzen. Damit so etwas zukünftig nicht mehr vor kommt hat Microsoft nun seine Richtlinien für Xbox Live angepasst. Zukünftig sind die Worte Lesbian, Gay, Bi, Transgender, Straight (Heterosexuell) in der Profilbeschreibung erlaubt, sofern sie nicht beleidigend gebraucht werden. Die Anpassung gilt weltweit.

Quelle

5. März 2010 | Autor: schmusheep

Kommentare

  1. Juchu, endlich wird XBL auch eine Dating-Plattform.. sowas gehört bei einem Spieleservice einfach dazu. Definitiv. Wirklich. Endlich.

  2. Also ich würde in meinem gamertag das Wort Gay nicht unbedingt verwenden, aber ich finde es schon angebracht, das es möglich wird.

    Als Datingplattform ist XBOX Live sicher extrem ungeeignet. Aber statt dem bescheuerten Facebook währe ein Integration szeneorientierter Webportale wie Romeo durchaus sinnvoll.

    Keine Angst, zum Daten reichen die aktuellen Angebote bestens aus, aber ich fänd eine Verknüpfung der wichtigsten Plattformen mit XBOX Live nützlich. Stichwort geschlossene Benutzergruppe.

    Die Funktion währe einfach umzusetzen, auf den entsprechenden Plattformen verknüpft man sein Profile mit dem Gamertag indem man sich einfach über ein Interface anmeldet und wenn man dann mit der XBOX online geht kann man eine neue Benutzergruppe wählen: Gay und mit Leuten aus der Family zocken.

    Könnte sein das ich mir dann wieder einen Gold Account zulege. Wenn ich mich mit Heten abgebe, dann das lieben Geldes wegen (Arbeit) 🙂

  3. „Zukünftig sind die Worte Lesbian, Gay, Bi, Transgender, Straight (Heterosexuell) in der Profilbeschreibung erlaubt, sofern sie nicht beleidigend gebraucht werden.“

    Find ich gut.

  4. Generell finde ich es auch gut allerdings war das ganze ja mal erlaubt und wurde nur verboten weil es eben Probleme gab weil einige Spieler diejenigen die sich durch ihren Namen geoutet haben beschimpfen oder dumme Witze gerissen haben und deswegen wurde das ganze dann im endeffekt auch verboten. Ich persönlich weiß auch nicht was die sexuellen Vorlieben in einem Namen oder in der Profilbeschreibung zu suchen haben denn letztendlich geht es ja dabei eher um die Spiele die weder Geschlechts- noch Orientierungsabhängig sind.

    In Normalen Leben läuft ja auch keiner mit einem Schild an der Stirn rum wo draufsteht auf was er steht und das obwohl fast überall geflirtet werden kann und auch wird.

  5. Als nächstes kommen dann noch Felder, wo man seine politische Orientierung und die Glaubensrichtung einträgt (Facebook lässt grüßen). Damit man richtig zocken kann und so.

  6. @Tomek

    Warum manche ihre Orientierung in den Gamertag packen wollen? Vielleicht will der eine oder andere auch ein Zeichen damit setzen. Stell dir mal vor, keiner würde das öffentlich zugeben, dann hätten wir doch wieder Zustände wie in den 80er Jahren und davor. Es gibt eben Leute, die auch mal zeigen: „Hallo wir sind auch da“. Westerwelle, Wowereit und wie sie alle heissen, könnten ihre Politik auch gut ohne ein Outing machen, aber sie tun es trotzdem, weil sie sich erstens nicht immer verstecken wollen und zweitens weil das eben auch ein Beispiel für andere ist.

    Ich persönlich finde es im Gamertag nicht so wichtig, aber seinen Grund hat das schon. Das man damit dumme Sprüche riskiert, ist natürlich auch klar aber da müssen diese Jungs eben durch. Nebenbei wäre eine geschlossene Benutzergruppe wohl die bessere Alternative gewesen.

    @Non_Servian
    Wenn dafür ein Bedarf ist, warum denn nicht. Außerdem wette ich, das es politisches und religiöses in Gamertags längst gibt, direkt oder indirekt.

    Wir reden hier von Onlinespielen, da hat man mit den Leuten irgendwie doch näheren Kontakt also warum soll man da nicht den Wunsch haben, sich das Umfeld ein wenig zu gestalten. XBOX Live bietet keinerlei Türsteher-Funktion, das finde ich schlecht. So gesehen währen weitere Benutzergruppen sicher nicht verkehrt.

    Ich würde zum Beispiel gerne einstellen:

    Bevorzugte Gruppen: Gay
    Ausschlusskriterium: unter 18

    So könnte man unter sich bleiben und würde auf keinen Fall von Kindern belästigt. Ich habe nämlich keinen Bock, mich mit den verhütungstechnischen Kollateralschäden anderer Leute rumzuärgern. Ich bin kein Babysitter.

    Das Spiel könnte dann bevorzugt nach Leuten aus der Gruppe suchen. So schwer kann das doch nicht zu programmieren sein.

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