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WRC 2010 – Auf der gamescom angespielt

Insgesamt eine gute halbe Stunde hatten wir die Möglichkeit den neuen Hoffnungsträger für Rallypiloten zu testen. Zu sehen bekamen wir eine fast finale Version bei der nur noch kleinere Bugfixes vorgenommen werden, immerhin erscheint WRC FIA World Rally Champinship  (so der volle Titel) bereits am 8. Oktober.

Testen konnten wir WRC am Stand von Playseats und entsprechend luxuriös war die Ausstattung: Auf dem offiziellen WRC Playseat war ein Logitech G25 montiert, damit dürfte klar sein, dass wir nicht die Xbox 360 Version sondern die PS3 Version testen konnten, allerdings gleichen die beiden Versionen sich wie ein finnischer Baum dem anderen.

Was zuerst auffällt ist das Menü: Statt pseudo-coolem Wohnwagen und Trendsportassen gibt es klare Symbole die den Spieler einfach Schritt für Schritt zum Rennen leiten, das ist intuitiv, da sist schnell, das ist genau richtig.

In der guten halben Stunde konnten wir insgesamt vier einzelne Etappen testen und bereits hier zeigte sich eine der Stärken des Spiels: Die Vielfalt. Jede der 13 Rallys (mit insgesamt 78 Strecken) unterscheidet sich nicht nur grafisch sondern auch in den Anforderungen: Fährt man in Deutschland meist auf Asphalt oder Schotter geht es in Schweden über Eispisten, in Frankreich über verregnetes Kopfsteinpflaster und in Jordanien über staubige Wüstenpisten.

Je nach Straßenbelag und Wetter gilt es den Wagen anders abzustimmen (ja, richtig gelesen: Endlich könnt ihr wieder Hand anlegen in Sachen Reifenwahl und Fahrzeugsetup). Ein falsches Setup werdet ihr vor allem in den höheren Realitätsgraden deutlich zu spüren bekommen, der Wagen wird unruhig, hat kaum Grip und Über- oder Untersteuert brutal.

Wer aufs Setup verzichten will kann eines der vorgegebenen Setups wählen, damit kommt man gut über die Strecke, wer aber die letzten zehntel Sekunden herausholen will muss selber Hand anlegen.

Kommen wir zurück zum Umfang: Neben den 78 Strecken (also Etappen) gibt es insgesamt 18 verschiedene Wagen die in die vier offiziellen Rallyklassen WRC, S-WRC, P-WRC und J-WRC unterteilt sind. Fahr t ihr z.B. in der J-WRC Klasse mit Kleinwagen wie dem Renault Clio oder dem Suzuki Swift so habt ihr es in der WRC Klasse mit Kalibern wie dem Ford Focus oder dem Subaru Impreza zu tun mit denen ihr euch gegen insgesamt 60 KI Gegner durchsetzen müsst. Das sämtliche Wagen mit Originalsponsoren daherkommen muss bei einem offiziellen Spiel wohl nicht extra erwähnt werden.

Ansonsten gibt es 32 unterschiedliche Schäden an eurem Wagen, je nach Einstellung machen diese sich mehr oder weniger stark bemerkbar: Im Einsteigermodus bewegt ihr selbst ein schwer beschädigtes Fahrzeug noch relativ sicher und schnell über die Piste, im Profimodus ruft sich eine beschädigte Aufhängung oder ein angeschlagener Stoßdämpfer bei jeder Bodenwelle brutal ins Gedächtnis zurück.

Trotz des recht hohen Simulationsanspruches bleibt WRC auch für Einsteiger dank vieler optionaler Fahrhilfen und verschiedener Schwierigkeitsgrade spielbar. Profis werden eventuell bemängeln, dass das Spiel nicht an das Fahrmodell einer rFactor Rallymod oder an Richard Burns Rally heranreicht, trotzdem ist das Fahrmodell vor allem auf höheren Einstellungen ohne Fahrhilfen fordernd und im Gegenzug nicht nur mit einem teueren Profilenkrad spielbar sondern auch mit Gamepad.

In Sachen Spielmodi haben die Black Bean Studios alles ins Spiel gepackt was dazu gehört: Neben den obligatorischen, einzelnen Etappen, Rallys und der Rally WM gibt es den neuen „Road to WRC“ genannten Karrieremodus, hier gilt es sich über mehrere Jahre von den niederen Klassen bis zum WRC Champion hochzufahren und das wahlweise off- oder online. Abgerundet wird das Ganze mit einem Time Attack Modus gegen die Zeit oder gegen einen Ghost, Online Ranglisten, einer Rally Academy um die Grundlagen zu lernen und, Achtung Trommelwirbel: Einem Hotseat Modus für bis zu vier Spieler! Sämtliche Spielmodi können zudem Online mit bis zu 16 Fahrern angegangen werden. Eine vergleichbare Anzahl an Spielmodi hat man schon lange nicht mehr gesehen.

Fazit:

WRC ist sicherlich DIE Überraschung der gamescom. Black Bean Games ist sicherlich dem ein oder anderen Rennsportfan durch die V8 Superstar Racing Serie oder die Motorradsim SBK bekannt, mit WRC FIA Wold Rally Champoinship schickt sich das kleine Studio allerdings an alle Rallysportfans von der verzweifelten Suche nach neuem Rennspielstoff zu erlösen. Auch wenn Codemasters mit Dirt sicherlich das grafisch auffälligere Spiel hat bietet WRC doch endlich einmal wieder Rallysport in Reinkultur. Ab dem 8. Oktober darf endlich wieder über Rallypisten geheizt und um WM Punkte gekämpft  werden.

[xrr rating=11/12 label=“Gamescom Eindruck:“ display_as=fraction_stars fraction_separator=“ / „]

18. August 2010 | Autor: Stargaze

Kommentare

  1. Laut Preview in der aktuelle Games aktuell, sieht die PS3 Version matschiger aus als die 360 Version. PC sieht am besten aus, würde aber noch nciht flüssig laufen.

  2. PC Version läuft noch nicht(?) flüssig? Wie soll man sich das vorstellen? Hängt das nicht vom PC ab?

  3. Keine Ahnung. Da steht, dass die PC Version die besten Texturen hat, aber noch unter Rucklern leidet.

  4. Ähm ja, einen Kommentar zur Qualität der Games aktuell werde ich jetzt mal unterlassen. Ich hab Vergleichsbilder von PS3, PC und 360 am Stand gesehen (Din A4 Größe). Die PC Version sieht schon alleine wegen der Auflösung am besten aus, Ruckler kann ich mir kaum vorstellen, eventuell ein Hardwareproblem? Die Ps3 und 360 Version sehen exakt gleich aus, nur die 360 hat mal wieder die etwas kräftigeren Farben, das die fast finale PS3 Version „matschiger“ ausgesehen hat, kann ich nicht bestätigen.

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