Castlevania: Harmony of Despair

Nach dem grandiosen XBLA Debüt Castlevania: Symphony of the Night und noch bevor mit Lord of Shadows das erste echte NextGen Castlevania erscheint veröffentlicht Konami mit Harmony of Despair einen weiteren Teil der Serie über den Arcade Marktplatz. Hier verfolgt man einen für die Serie völlig neuen Ansatz: Anstatt den Spieler als Einzelkämpfer gegen Dracula und seine Untergebenen zu schicken können erstmals bis zu sechs Spieler im Coop über Xbox Live auf Bossjagt gehen. Ob dies Spaß macht lest ihr im inside-360 Review.

Insgesamt gibt es in Harmony of Despair sechs Schlösser in denen jeweils ein Boss wartet. Wer allerdings die Castelvania Serie kennt muss sich gewaltig umstellen, denn für dem kooperativen Modus hat Konami einiges verändert.

Eines der Hauptmerkmale der Serie war immer das Erkunden der Schlösser, Raum für Raum entdeckte man und suchte den Weg zum Bossgegner. In Harmony of Despair ist das Schloss allerdings von Anfang an bekannt, die Ansicht ist extrem heraus gezoomt, sodass das komplette Schloss auf dem Bildschirm zu sehen ist, inklusive aller Gegner und Schalter.

Durch die veränderte Perspektive geht leider sehr viel vom Charme der 2D Pixelgrafik verloren, gerade auf Bildschirmen mit weniger als 32 Zoll sieht die Grafik zwar sehr fein aus, kleine Details die noch in Symphony of the Night begeistern konnten lassen sich aber leider nicht erkennen. Der Sound ist serientypisch eine Mischung aus peitschend schnellen Beats und epischen Orchesterklängen.

Sechs Schlösser, also sechs Level klingt erstmal wenig, durch die Größe der Schlösser, die unterschiedlichen Wege die man gehen kann und vor allem den Coop Modus ist der Wiederspielwert allerdings höher als bei anderen Serienteilen. Schade nur, dass Fans der Serie in Harmony of Despair ein konstantes Deja Vu erleben werden: Die Level stammen allesamt aus anderen Teilen der Serie: Angefangen bei Symphony of the Night über Portrait of Ruin bis hin zu den Dracula X Chronicles kennt man nicht nur die Level sondern auch die (Boss-)Gegner.

Auch für den Einzelspieler bietet dieses Castlevania recht wenig. Während Konami für Lords of Shadow eine Spielzeit von 24 Stunden inklusive epischer Zwischensequenzen verspricht bleibt dem Einzelkämpfer bei Harmony of Despair nur das der Reihe nach Durchspielen der sechs Schlösser, je nach Serienkenntnis und Fähigkeit dauert das zwischen 4 und 8 Stunden, Eine verbindende Geschichte oder Zwischensequenzen in irgendeiner Form sucht man vergeblich.

Für Spieler mit kooperativen Vorlieben und Xbox Live Verbindung bietet dieses Castlevania deutlich mehr: Im Coop Modus kommt gerade mit einem Team das sich abspricht sehr viel Spaß auf: Hektisch werden die Taktiken gegen den nächsten Boss abgesprochen und auf Kommando erfolgt der nächste kooperative Schlag koordiniert. Dabei läuft Harmony of Despair ohne Lags oder Verbindungsabbrüche.

Wie bei vielen anderen Coop Spielen hängt das Erlebnis aber ganz stark von Mitspielern ab. Am besten ihr spielt es mit Freunden oder Bekannten, dann funktioniert dieser für Castlevania neue Ansatz. Habt ihr aber Pech und Egoisten oder Einzelgänger in der Spielloby verliert das kooperative Element sehr viel von seinem Reiz und sorgt für Frust.

Stargaze`s Fazit:

Castlevania: Harmony of Despair ist ein zweischneidiges Schwert: Der Coop Modus ist mit den richtigen Mitspielern eine tolle Sache, dafür fallen aber für meinen Geschmack zu viele Serientypische Elemente heraus: Das schrittweise Erkunden  des Schlosses, die liebevolle 2D Pixelgrafik und vor allem der Umfang eines typischen Castlevanias sind Elemente die der serienkundige Spieler in Harmony of Despair schmerzlich vermissen wird. Neben dem Umfang ist es schade, dass sich Konami bei einem 15€ teuren Arcadetitel auf schlichtes Location- und Gegnerrecycling aus anderen Teilen der Serie konzentriert anstatt den Fans der Serie etwas neues zu präsentieren.

[xrr rating=7/12 label=“Spielspaß:“ display_as=fraction_stars fraction_separator=“ / „]

Infos zum Spiel

Name und Link zu Spiel: Castlevania: Harmony of Despair

Entwickler: Konami

Preis: 1200 MS Points

Größe: 360 MB

9. August 2010 | Autor: Stargaze

Kommentare

  1. Da hat wohl jemand das Spiel nicht richtig begriffen. Dementsprechend lässt dieser Test auch sehr zu wünschen übrig. Fail!

  2. Würde der Test auf einer BluRay erscheinen, dann wäre es wohl ein Epic WIN! 🙂

  3. Genau, denn dort bekommt man auch ein gutfundierten Test serviert für etwas das man so überhaupt nicht verstehen kann. Weil wir haben hier ja keine Ahnung, weil wir voll was gegen BuhRey ham… 😀

Schreibe einen Kommentar