Die Leiden der Zocker – Das Quälen der Entwickler

Wer kennt sie nicht? Die Spiele, die einen zur Weißglut bringen. Die einen veranlassen, Controller oder sonstige Gegenstände durch die Gegend zu schmeißen. Böse „Fluchattacken“ werden bestimmt einige unter euch schon losgelassen haben oder mit der Faust auf die Armlehne geschlagen haben. Die Augen quillen vor Wut hervor, man verflucht den Charakter, der gerade wieder einmal ins Gras gebissen hat…

Oh ja, es gibt schon so einige Spiele, die durch schlechtes Balancing oder schlechter Programmierung, den Geduldsfaden zum Reißen bringen. Auf der anderen Seite gibt es besonders ein Spiel, welches Werbung mit dem hohen Schwierigkeitsgrad gemacht hat – Dark Souls. Die durchaus ansehnlichen Verkaufszahlen sollten die Entwickler zufrieden stimmen, doch plötzlich scheint es aktuell ein Umdenken zu geben.

Dark Souls Director Hidetaka Miyazaki hat mittlerweile viele Stimmen zu seinem Spiel gehört und gegenüber Metro gibt er an, dass er die Befriedigung/ Zufriedenheit der Spieler mehr schätze als den Schwierigkeitsgrad. Er möchte, dass die Zocker seine Spiele genießen können und nicht verzweifeln sollen. Klar, Spiele sollen herausfordernd sein – aber nicht frustrierend. Tatsächlich lässt Miyazaki anmerken, dass ein „Easy-Mode“ für Dark Souls denkbar wäre, damit viele Spieler, die Dark Souls schon früh zur Seite geschoben haben, in den vollen Genuß kommen.

Ich würde den „Easy Mode“ sehr begrüßen. Nicht, weil ich ein Contoller-Legastheniker bin, sondern weil mir schlichtweg die Zeit fehlt, um mich mit einem Spiel derart auseinandersetzen zu können. Es liegt noch in meinem Schrank, doch lässt mir die Zeit keinen Raum. Ich würde sehr, sehr gerne die komplette Spielwelt von Dark Souls sehen und genießen wollen, da mir das Spiel absolut gefällt und die Atmosphäre klasse ist.

Wie sieht es bei euch aus? Easy Mode? Was sind eure „größten und schlimmsten“ Ausraster? Sind euch die Spiele „von heute“ zu leicht? Mit voller Spannung und hoffentlich vielen Kommentaren eurerseits, wünsche ich euch einen frustfreien Zockerabend.

Euer Maynard (Manni)

3. September 2012 | Autor: Maynard

Kommentare

  1. Also bis vor kurzem habe ich eher wenig bis garnichts gespielt und spiele erst seit kurzem erst wieder regelmäßig Spiele und ich muss sagen das ich vollkommen zufrieden bin was die Spieldauer und Schwierigkeitsgrad aktueller Spiele angeht. Bei längeren Spielen oder umfangreichen Spielen die viel neben der Story anbieten ist es mir schon oft so gegangen das ich die Spiele nach einiger Zeit weggelegt habe und nicht zu ende gespielt habe. Auch bei schweren Spielen kommt es bei mir relativ schnell vor das ich die lust verliere und lieber einen leichteren Schwierigkeitsgrad wähle da ich mich nicht unnötig quälen will sondern einfach und entspannt das Spiel genießen will. Ich verstehe zwar wenn man von Spielen gefordert werden will aber für mich ist das nichts.

    Was Ausraster angeht muss ich sagen das ich mich da eigentlich im Griff habe und dann lieber aufhöre zu spielen bevor ich mich zuviel ärgere und meistens funktioniert es später dann auch viel besser. Früher allerdings zu Mega Drive oder auch noch zu Nintendo 64-Zeiten sind schon mal Controller geflogen aber da war ich ja auch noch jünger. Heute bin ich da zum Glück gelassener aber bei den kabellosen Controller würde das auch zuviel Geld kosten. 🙂

    Das die Entwickler über einen Easy-Mode nachdenken finde ich gut denn dadurch machen sie das Spiel zugänglicher und verkaufen dann vielleicht auch das ein oder andere Spiel mehr.

  2. Ein Videospiel sollte grundsätzlich ein breites Spektrum an Schwierigkeitsgraden anbieten, um allen Arten von Spielern gerecht zu werden. Denn Videospiele werden längst nicht mehr nur von Hardcore Gamern gezockt.

    Die einen bevorzugen einen knackigen Schwierigkeitsgrad, weil ein zu einfaches Spiel einfach keine Herausforderung ist, die anderen wollen sich entspannen und das gleiche Spiel mit weniger Stress geniessen.

    Manche sind jung und haben tolle Reaktionszeiten, andere sind schon etwas älter und können da nicht mehr mithalten, wollen aber auch gerne das Ende sehen.

    Manche haben die Geduld, eine schwere Stelle immer wieder zu probieren, andere haben dies nicht.

    Ich hatte gerade erst wieder eine solche Situation, und zwar bei dem Spiel KILLZONE 2 für den Sony Blurayplayer. Ansich ist das ein geiles Game, das aber zwei unfaire Stellen hat. Einmal in der Mitte des Spiels, wo man unter einer Brücke einen Geschützturm ausschalten soll und davor Befestigungsanlagen sind die von Endlosen Gegnern bewacht werden. Sprich egeal wie viele man ausschaltet, es kommen immer neue Deppen nach, mit einer defensiven und ruhigen Strategie aus dem Hinterhalt ist da kein Blumentopf zu gewinnen. Die Lösung war hier, ohne Rücksicht auf Verluste bis zum nächsten Checkpoint zu rennen, das hat man zwar nicht überlebt aber dann war man in einer neuen Position und nach gefühlt 10 weiteren Toden hat man dann dort weitermachen können. Am Ende direkt vor dem Endgegner gibts dann aber eine Stelle, die meine Geduld überstrapazierte. Erst muss man ein ellenlanges Gefecht auf einem Balkon bestreiten und am Ende kommt dann eine Gruppe Gegner angestürmt der ich jedesmal unterliege, egal welche Taktik ich auch anwende. Das Problem ist, man muss den ganzen Mist davor immer wieder wiederholen und da verlässt mich irgendwann die Geduld und da ich inzwischen weis das danach nur noch der Abspann kommt (den man auch auf Youtube sehen kann) hab ich das Spiel nun weggepackt. Ist das erste Game seit langem, das ich aufgegeben habe, aber da ich eh am Ende war gabs nicht mehr viel zu verpassen und entsprechend gering war meine Motivation, vor allem da die Stelle nicht mit Taktik zu lösen ist sondern man einfach auch Glück brauch. Die Stelle ist ähnlich wie der Endkampf vom ersten gears of War, wobei es da einen Trick gab, wie man Raam knacken konnte was mir dann irgendwann auch gelang, aber auch Raam war definitiv zu hart. Sowas kann einem das ganze Spielerlebniss versauen und wenn ich Teil 3 von Killzone nicht schon als Schnäppchen geholt hätte, ich würd ihn mir nicht mehr kaufen.

    Ich finde es sollte Spielmodi geben, die von super einfach bis knallhart reichen. So kriegt jeder was er braucht. manchmal sind es nur einige Szenen, die einem nicht liegen, da sollte das SPielerlebniss nicht drunter leiden. Immerhin hat man für das ganze Game gezahlt und für die Profizocker kann man gerne ein besonderes Achievment/Trophy machen, für das schaffen des Hardcore Modus. So kommt jeder auf seine Kosten. Normalerweise schaffe ich die Games übrigens auf mittlerer Schwierigkeitsstufe, aber bei Killzone 2 halt nicht mal der einfachste Schwirigkeitsgrad die Stelle zu meistern.

    Mir jedenfalls mache zu harte Stellen keinen Spass, wegen dem blöden Ende von Killzone 2 hab ich bestimmt 3 Wochen nichts mehr gezockt. Weiterzuspielen hatt ich keinen bock und was anderes wollte ich erst nicht angefangen, weil ich ja noch nciht fertig war (ich mag kein Durcheinander).

  3. Und was ich noch nachtragen wollte, es sollte auch vom Spieldesign vermieden werden, das man das ganze Game auf mittlerer Stufe schaffen kann aber an zwei Stellen selbst auf „easy“ kein Land sieht, da ist eindeutig das Balancing nicht in Ordnung, spreich schlechte Qualität. general Raam ist auch so ein Beispiel. Ich liebe Gears of War 1, aber nach dem ersten Durchspielen höre ich immer auf, wenn ich bei Raam im Zug ankomme, selbst mit Trick hab ich da keinen Bock drauf. Ihr wisst schon, Geduld ist ausverkauft und eine Stelle 50 mal probieren tu ich mir nur einmal an.

  4. Sehe ich sehr ähnlich wie Tomek und Carter, schön ausgewogene Schwierigkeitsgrade sind wichtig in Spielen. Man spielt das Spiel dann auch (vielleicht) viel häufiger. Der erste Durchgang auf Normal, das neue Spiel genießen und ein wenig gefordert, aber nicht frustriert werden. Dann alle was es zu sammeln gibt auf leicht holen (Erfolge), dabei nochmal die Level genauer betrachten, da man ja jetzt mehr Ruhe hat. Abschließend eventuell noch mal auf Hart einen Durchlauf starten, man kennt das Spiel schon, wird aber noch mal so richtig herausgefordert. Nach diesen (mindestens) drei Durchspielsessions hat man einige Stunden auf der Uhr und kann es beruhigt weglegen.
    Mein Beispiel bezog sich in erster Linie auf Max Payne, kann aber auch auf mein Spielverhalten der Call of Dutys angepasst werden. Und schon werden aus 5 Stunden Spiel 15+ und 60 Euro dafür ausgegeben zu haben sind vollkommen okay.

    Ich freu mich schon auf den Shitstorm der Dark-Souls-Hipster, wenn der nächste Teil auch leicht sein kann 😀 da dürften ziemlich ausflippen. „Die machen unser Spiel kaputt“ „Alles Mainstream!!111“ „Dark Souls MUSS schwer sein!einself!!“

  5. Die Wahl des Schwierigkeitsgraden hängt bei mir von den Erfolgen ab. Wenn ich kein Achievement bekomme ein Spiel auf ultra-schwer durchzuzocken, mache ich das auch nicht. Da gehe ich den Weg des geringsten Wiederstandes.

    Bei anderen Spielen will ich mir aber auch nicht die Illusion kaputt machen. Bei Mass Effect vermeide ich es stets auf einem Höheren Schwierigkeitsgrad als „normal“ zu zocken. Wenn ich, bzw, Shepard andauernd stirbt, wirft mich das „Game over“ jedes Mal aus der Spielwelt.

    Vielleicht muss noch eine Möglichkeit gefunden werden den Spielertod so zu verpacken, dass man nicht herausgeschmissen wird.

    Bei Spielen wie Dead Space aber, habe ich auf einem hohen Schwierigkeitsgrad begonnen. Dadurch wurde die Bedrohung viel größer und das Spiel dadurch spannender. Allerdings war das Balancing dann so mies (ASTEROIDEN!!!), dass ich wieder auf einen niedrigeren Grad umstellen musste.

    Bei einem CoD würde ich auch nie einen hohen Grad wählen, da ich weiss, dass die Gegner unendlich lange Spawnen und ich hoffnungslos unterlegen bin. Das macht keinen Spaß. Das ist keine Herausforderung. Das ist einfach nur Dämlich.

    GoW und Halo beweisen zum Beispiel, dass ein Hoher Schwierigkeitsgrad auch Spaß machen kann: Im Koop. Da hat man immer was zu lachen. Der eine (meist ich) regt sich dann auf, der andere lacht, dann lacht man auch und schon ist der Frust weg. Spitze!

  6. Ist aber auch nicht einfach, dass zu jedermanns zufriedenheit hinzubekommen.
    Ein Easy Mode ist halt dann auch so eine Sache. Ich könnte mich dann gar nicht motivieren, auf schwer zu spielen.
    Nintendo hat bei paar Spielen da interessante Ansätze. Dort wird geholfen, wenn man auch nach mehreren Versuchen nicht weiter kommt. Feine Sache ^^

    Letzte Spiel mit viel Aufregung bei mir war Test Drive Ferrari. Ein Wahnsinn was man sich da geleistet hat. Von einem Rennen aufs andere führt man nicht mehr, sondern fährt hoffnunglos hinterher.

    Letztendlich hängt es aber auch vom Spiel bzw Genre ob, wie schnell man sowas verzeit oder eben nicht.

  7. Also ich finde schon, das es viele Schwierigkeitsgrade geben soll und ein Easy Mode muss sein, ich finde auch Menschen mit gewissen Einschränkungen sollten bei Spielen eine Chance haben.

    Ich wähle normalerweise grundsätzlich die mittlere Schwierigkeitsstufe und komme damit ganz gut zurecht. Schön ist es immer, wenn man Sachen aus dem ersten Durchgang mit in den Zweiten nehmen kann.

    Mit Achievements kann man die Motivation weiter steuern, bei Easy würde ich als Entwickler nur ein Achievment fürs Durchspielen geben und halt die normalen, die man durch Aktionen bekommt, wie „50 Headshots“. Ab der zweiten Stufe kommen dann die ganzen Kampagnen Achievements dazu und für die Härtegrade eben nochmal ein Achievement. Das gönn ich den Profis auch, wer sich so abmüht hat das auch verdient. Wobei die Kids da eh bessere Reaktionszeiten haben.

  8. Ach ja, was ich noch anmerken sollte: Eine Sache die ich richtig hasse ist es, wenn man nicht immer oder regelmäßig Speichern kann. Den Schwierigkeitsgrad durch mangelnde Speicherpunkte anzuheben, finde ich unmöglich.

    Erstens versaut das jegliches zeitmanagement, statt einfach jederzeit Speichern zu können muss man dann entscheiden, alle Fortschritte seit dem letzten Speicherpunkt verlieren oder weitermachen bis man neu Speichern kann? Sowas ist einfach nur bescheuert, ärgere mich gerade wieder bei Dead Space 2 über das Speichersystem.

    Mal schnell 5 Minuten Zocken vorm Schlafengehen kann man damit vergessen und das finde ich doof.

  9. Ein easy mode hat in Dark Souls nichts verloren. Wer sich DIESES Spiel kauft, der weiß, worauf er sich einlässt. Es steht eindeutig auf der Packung. Wer dann rumweint hat etwas nicht verstanden. Just my 2 cents.
    Dark Souls ist ausnahmsweise mal kein Gelegenheitsspiel und ich fand das von Anfang an richtig gut. Habs durchgespielt, hab geflucht, hab geworfen, war aber überaus zufrieden als ich es dann endlich gepackt hatte.

  10. Eigentlich schade 🙁 Ich hab einfach keine Zeit für das Spiel, möchte es aber so gerne komplett sehen/ erleben…

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