Assassin’s Creed III

Genre: Action-Adventure Publisher: Ubisoft
Termin: 31. Oktober 2012 Entwickler: Ubisoft Montreal

Ich bin ein Fanboy. Ein Assassin‘s Creed Fanboy. Ich habe jedes AC ausgereizt bis zum letzen Gamerscore. Assassin‘s Creed 3 ist geil. Ich liebe das Setting. Als damals klar wurde, dass es im kolonialen Amerika spielt war ich sofort überzeugt. Die Zeit der Steinschlosspistolen und Musketen. Armeen standen sich auf offenem Feld gegenüber. Schießen. Leute fallen um. Nachladen. Schießen. Bis auf einer Seite keiner mehr steht. Und genau dieses Gefühl bringt Assassin‘s Creed 3 rüber. Ich erinnere mich an eine der ersten Missionen, wo man mit einer Muskete Rotröcke vom Dach schießen konnte. Noch nicht vertraut mit der genauen Schussmechanik schoss ich erstmal daneben. Die Rotröcke auch. Beide Seiten luden 30 Sekunden nach. Neuer Schuss. Wieder daneben. Und so weiter. Ich war sofort im Spiel drin. Die Welt hatte mich sofort von sich überzeugt.

Ein weiterer Teil, der die Welt für mich lebendig und frei macht, ist das Jagen. Ich liebe es jagen zu gehen in Spielen. Wie viele Stunden bin ich wohl schon durch die Wälder gestreift und habe auf Bäumen und in Gebüschen gelauert, dass der Hirsch mal zu nah an mir vorbeiläuft um ihn zu erlegen. Einfach toll gemacht. Aber bei so etwas bin ich eh nicht objektiv. Jagen war auch schon damals in Oblivion oder Red Dead Redemption eine meiner Lieblingsbeschäftigungen.

Die Hauptstory ist ganz cool, die Twists sind gut, die Hauptgegner gut gemacht und klasse vertont. Ich habe gestern die Story endlich beendet. Das Ende der Connor Story-Line war für meinen Geschmack etwas zu seicht. Kam irgendwie zu schnell und unspektakulär. Insgesamt muss ich rückwirkend sagen, dass ich viel zu selten das Gefühl der Vorgänger hatte, ein perfekter stiller Assassine zu sein. Viele „Anschläge“ fingen zwar mit schleichen an, wurden dann aber auch schnell zum normalen „kleine Gegner ummähen“. Die einzige Stelle die mir in Erinnerung blieb, war das Attentat auf einen General der Engländer auf einem Hügel. Ich erledigte ihn auf seinem Pferd in dem ich von einem Fahnenmast vollkommen unbemerkt auf ihn herunter sprang. Das. War. Super. Vielleicht habe ich das Spiel falsch gespielt oder mich dumm angestellt, aber oftmals entdeckten mich Gegner viel zu schnell und es blieb doch wieder nur der offene Kampf übrig. Gerade die Eroberung der Forts im Grenzland war so ein Beispiel. Die hätte ich viel lieber viel heimlicher erobert, ich habe es aber einfach nicht hinbekommen. Was meint ihr dazu?

Das Ende der Desmond-Saga ist okay, aber auch nicht überwältigend. Vielleicht hat es mich auch einfach nicht so reingezogen, weil ich Assassin’s Creed 3 immer mit größeren Pausen weitergespielt habe. Abschließend muss ich noch sagen, dass es mir von allen Assassin’s Creed Teilen am besten gefällt. Hat es doch den großen Pluspunkt der Zeitepoche und der Atmosphäre (und das Jagen). Connor ist sehr viel sympathischer als Ezio und auch die Level mit Desmond haben mir gut gefallen, haben sie die Mechanik innerhalb des Animus gut in die reale Welt übertragen (Quadrocopter ist die „Kamera“ die Desmond verfolgt).

Ich hoffe sehr, dass die Zeitepoche im nächsten Teil nicht sofort wieder fallengelassen wird, es bietet noch so viel mehr Potential. Der angekündigte DLC klingt auch spannend, soll hier die Schiene der Realität verlassen und eine alternative Zeitlinie aufgemacht werden. Ich hoffe sehr, dass „Die Tyrannei des George Washington“ so düster wird, wie es der Trailer verspricht. Vielleicht gibt es wieder mehr zu schleichen und Möglichkeiten, ein richtiger Assassine zu sein. (Das ich mich mal über zu wenig Schleichen beschwere, hätte ich auch nie gedacht.)

Doch nun entschuldigt mich, ich muss dringend die restlichen Federn und Buchseiten finden und alle Nebenaufgaben fertig machen…

Zusammenfassung

  • Tolle Atmosphäre
  • Tolle Epoche
  • Viel zu tun
  • Gute Synchronisation
  • Gut gemachte Schiffmissionen
  • Wenige, richtige Attentate
  • Einige Bugs
  • Ende hätte epischer sein können

McLustigs Fazit:

Wer Action, Story und eine schön gemachte, homogene Welt und Atmosphäre mag, sollte es spielen. Wer die letzten Teile mochte sowieso.

29. Januar 2013 | Autor: McLustig

Kommentare

  1. Ich weiß, was Kika damit meint. Ist mir aber nicht negativ aufgefallen, weil es sehr gut zur Story des lernenden Connor passte.

  2. Mir hat sogar das Tutorial gefallen… War irgendwie cool, zuvor den – Vorsicht Spoiler –

    Vater zu spielen 🙂

  3. dagegen hatte ich ja auch nichts. aber dass das spiel meint mir alles wie dumm erklären zu müssen, um es mit kurz danach schon wieder zu erklären.

  4. Mh, hatte ich nicht so empfunden… war ok. Weiß gar nicht, ob es eine Einstellung dafür gab oder nicht bzgl. den Tutorial-Tipps etc.

  5. Ich bin auch ein großer AC Fan, muss aber gestehen, das ich mit keinem Teil restlos zufrieden war. Bisher gibt es immer wieder Missionen, die mir den Spass verderben. Meine bisher letzte Folge war Brotherhood, ich bin der Zeit also noch ein wenig hinterher, Assasins Creed 3 ist ja auch noch nciht komplett erschienen.

    Bei brotherhood haben mich einige Schleichmissionen gestört, bei denen Entdeckt werden zu sofortiger Desnchronisation führte und man keine Chance hatte, den Level dann auf herkömmliche Art im Massennahkampf zu lösen, was mich ziemlich verärgrt hat. Ich bin ein viel besserer Kämpfer als Schleicher in AC. Ich finde es immer blöd, wenn bestimmte Aufgaben keine alternative Lösung zulassen.

    Von deinem Artikel her klingt es für mich so, als würde man in AC3 mehr Handlungsfreiheiten haben???

  6. Die Hauptmissionen sind immer noch sehr linear. Es gibt auch einige Stellen, wo man nicht auffallen darf, weil man sonst synchronisiert wird. Bei AC mag ich das aber.
    Im Vergleich zu anderen Teile kann man nicht sagen, dass man mehr Handlungsfreiheit hat, ist mir jedenfalls nicht aufgefallen.
    Nur bei den oben beschriebenen Forts (die Nebenmissionen sind), kann man statt zu schleiche auch einfach reinrennen und alles abschlachten.

  7. Lineare Level stören mich nicht, was ich doof finde, sind Levels wo es nur einen Lösungsweg und es keine logische Erklärung für diese Einschränkung gibt.

  8. Weiss nich. Der Anfang is irgendwie zäh und mit der Steuerung komme ich nicht so recht klar. So richtig motivierend is das bisher nich.

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