Acht Punkte für die Xbox 8

Dieses Jahr wird die Xbox 360 noch im Mittelpunkt der E3 bei Microsoft stehen, spätestens zur nächsten E3 erwarten wir allerdings die Ankündigung der neuen Konsolengeneration. Nach dem durchwachsenen Erfolg der Xbox 1 und dem schnellen und kompromisslosen Wechsel zur Xbox 360 hat man in Redmond sehr viel richtig gemacht und die 360 ist ein großer Erfolg. Passend zum momentan kursierenden Namen „Xbox 8“ der nächsten Generation haben wir bei inside-360 acht Punkte gefunden die Microsoft in der nächsten Generation anders bzw. besser machen sollte:

1. Kein RRoD

Wenn es einen Punkt gibt der der Xbox 360 wirklich geschadet hat, dann mit Sicherheit der ROD, der (Red) Ring of Death: Wer erst später zur Xbox 360 gekommen ist, hat ihn eventuell gar nicht kennen gelernt, Käufer der ersten Generation der 360 kennen den RoD aber nahezu alle. Durch ein suboptimales Design in der Wärmeabfuhr neigte die Xbox dazu zu überhitzen und Lötstellen zu zerstören – Die Folge war, dass drei der Elemente der Anzeige um den Powerknopf rot leuchteten. Die Folge war ein teils mehrwöchiger Aufenthalt der Box in der Reparaturabteilung von Microsoft. Spätestens seit der 60GB Version gehört das Problem allerdings der Vergangenheit an, trotzdem war dieser Konstruktionsfehler (von dem es immer noch heißt er sei auf den enormen Zeitdruck bei der Entwicklung der Konsole zurück zu führen um vor Sonys PS3 auf dem Markt zu sein) für Microsoft ein Debakel: Neben dem enormen Imageschaden musste Microsoft zwischenzeitlich Rücklagen von 1 Milliarde US Dollar bilden um die Reparaturen zu zahlen und hat in den USA die Garantie auf zwei Jahre verlängert um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Bei der nächsten Xbox darf ein solcher Fehler in der Konstruktion nicht mehr passieren, andernfalls dürfte Microsoft das Vertrauen der Spieler und damit die mühsam erarbeiteten Marktanteile sehr schnell wieder verlieren.

2. Geld statt Points

Die Idee hinter den Microsoft Points war ursprünglich die Vereinfachung der Preise: Ein Inhalt kostete überall auf der Welt dasselbe in MS Points, der Preisunterschied kam durch den unterschiedlichen Preis der Punkte zustande, spätestens seit Einführung der Games on Demand ist diese Übersichtlichkeit allerdings hinfällig: Durch regional unterschiedliche Spielepreise ist dort auch der Preis in Points unterschiedlich. Dazu kommt momentan das Chaos der unterschiedlichen Marktplätze: Auf der Xbox 360 und dem PC kann ich alles mit Punkten bezahlen, für das Windows Phone hingegen nur Musik und Videos, die Apps können nur in Euros bezahlt werden. Microsoft hat das Problem wohl selber erkannt und arbeitet Gerüchteweise an einer Umstellung der Bezahlmöglichkeit auf Echtgeld. Spätestens mit der neuen Konsolengeneration sollte diese Umstellung erfolgen denn auch die deutschen Verbraucherschützer haben bereits das eine oder andere kritische Auge auf die Punkte geworfen. Ein weiterer Vorteil für den Spieler: Er kann genau den Betrag ausgeben den er möchte, kein Überbleibsel von wenigen, unnützen Punkten.

3. Free 2 Play und MMO

Die Gerüchte um Free 2 Play und MMOs halten sich schon in dieser Generation hartnäckig, nach wie vor ist aber der Starttitel Final Fantasy XI das einzige MMO auf Microsofts Konsole. Bereits seit Jahren befindet sich angeblich ein MMO bei Turbine (D&D Online, Herr der Ringe Online) für die Xbox in Entwicklung, mehr als Gerüchte gab es aber bisher nicht. Ein Halo MMO von den Ensemble Studios wurde ebenso eingestellt wie Marvel Universe, welches als direkter Konkurrent zu Sonys DC Universe Online gedacht war. Ebenso warten die Spieler auf den Einzug einiger F2P Titel auf die 360, das diese noch nicht erschienen sind ist umso erstaunlicher als das Microsoft auf dem PC Sektor mit Age of Empires Online und Microsoft Flight zwei zugkräftige F2P Titel veröffentlicht hat. Diese beiden Märkte wachsen im PC Bereich momentan stärker als alle anderen, möchte Microsoft also neue Kunden für die nächste Konsolengeneration gewinnen und die bisherigen Kunden halten muss man in diesen beiden Bereichen möglichst schnell konkurrenzfähige Angebote bieten.

4. BluRay

Das vielleicht heikelste Thema ist das optische Laufwerk der nächsten Konsolengeneration (das diese ein solches hat dürfte mittlerweile niemand mehr bezweifeln). Zu Beginn dieser Generation gab es den Wettstreit zwischen dem von Microsoft mitbegründeten HD-DVD Format und dem von Sony entwickelten BluRay Format. Während es für die Xbox 360 ein optionales, externes HD-DVD Laufwerk gab und in der 360 ein DVD-ROM zum Einsatz kommt, setzte Sony komplett auf Bluray und verbaute in der PS3 diesen Laufwerkstyp. Mittlerweile hat sich BluRay durchgesetzt und HD-DVD ist in der Versenkung verschwunden. Dies war anfangs kaum der Rede wert, reichte  eine DVD doch meist für ein Spiel und Microsoft positionierte die 360 als reine Spielekonsole. In den letzten fünf Jahren hat sich die Situation allerdings verändert: Zwei oder mehr DVDs für ein Spiel sind mittlerweile eher die Regel als die Ausnahme. Außerdem  entwickelt Microsoft die 360 immer mehr zur Mutimediazentrale, nicht zuletzt durch die Implementierung von Videoapps und Video on Demand Services. Setzt man in Redmond diesen Weg auch in der nächsten Generation fort und entwickelt sich die Größe der Spiele weiterhin nach oben führt eigentlich kein Weg am Standard Format für physikalische Medien vorbei, so bitter die Lizenzzahlungen an den direkten Konkurrenten Sony, der damit an jeder verkauften Microsoftkonsole mitverdienen würde, auch wären.

5. Kein Regionalcode bei Spielen

Wenn die PS3 in Sachen Spielen einen Vorteil gegenüber der Xbox 360 hat, dann ist es der Verzicht auf einen Regionalcode. Microsoft hat beim HD-DVD Format im eigentlich heikleren Bereich der Filme den Anfang mit dem Verzicht auf regionale Beschränkungen gemacht, gleichzeitig wurde dies  als größter Vorteil gegenüber der BluRay angepriesen. Letztere hat sich bekanntlich als Filmmedium durchgesetzt, aber bei Spielen hat Sony durch den Verzicht auf einen Regionalcode gerade Fans von japanischen Spielen einen riesigen Gefallen getan. Auf der Xbox 360 hingegen musste der geneigte Spielefan neben einigen Cave Titeln und  interessanten  Titeln  wie Operation Darkness, Steins Gate, Raiden  oder Idolmaster auch auf die komplette College Sports Reihe von EA verzichten.  Fairerweise muss man sagen, dass Microsoft selber die eigenen Titel nie mit einem Regionalcode versehen hat, viele andere, vor allem japanische und amerikanische Studios hingegen schon. Bei der kommenden Konsolengeneration aus dem Hause Microsoft sollte es dem Spieler möglich sein, sein legal erworbenes Spiel auf seiner Konsole zu spielen ohne sich Gedanken über regionale Beschränkungen machen zu müssen.

6. 3rd Party Hardware

Kein Zweifel, das Xbox 360 Gamepad ist nicht nur qualitativ hochwertig sondern in Sachen Ergonomie auch für einen Großteil der Spieler das beste Pad auf dem Markt, auch das Microsoft Wireless Wheel hat bei Rennspiel-Spielern viele Freunde. Dann hört es allerdings auch schon auf, während Playstationbesitzer in Gran Turismo die freie Auswahl zwischen den Logitech und Trustmaster Lenkrädern haben beschränkt sich auf der Xbox 360 die Auswahl auf einige absolute Lowend Lenkräder und das Premium Angebot von Fanatec. Einen Mittelweg für den „ambitionierten Amateur“ als Konkurrenz zum Logitech G25 gibt es seit der Einstellung der Produktion des Wireless Wheels von Microsoft nicht mehr. Ähnlich sieht es bei Flugsimulationen aus. Eine ernstzunehmende Simulation gibt es zwar weder auf der PS3 noch auf der 360, trotzdem macht es deutlich mehr Spaß mit einem HOTAS zu fliegen als mit dem normalen Controller. Auch hier hat Sonys Konsole durch die Unterstützung der Logitech und Thrustmaster Produkte deutlich mehr zu bieten als Microsoft. Natürlich möchte Microsoft mit dem Zubehör Geld verdienen, trotzdem sollten die Redmonder die gängigen Produkte einiger Hersteller unterstützen, ansonsten dürfte dies ein nicht zu unterschätzender Nachteil werden, vor allem wenn die aktuelle Peripherie nicht oder nicht komplett von der nächsten Konsole unterstützt werden sollte. USB hat sich längst durchgesetzt und wird auch von der microsofteigenen Peripherie benutzt, nun muss auch die Unterstützung für 3rd Party Produkte kommen.

7. Kostenloser Multiplayer

Xbox Live ist toll! Daran dürfte keinerlei Zweifel bestehen. Mit spieleübergreifenden Chats, Sonderangeboten und einer Vielzahl Features lohnt sich das Jahresabo für den UVP von 60 Euro allemal. Aber: In Zeiten in denen der Singleplayerpart immer weiter in den Hintergrund  rückt und Online eine immer wichtigere Rolle einnimmt sollte eine Konsole auch ohne zusätzliche Kosten multiplayerfähig sein. Deshalb muss die Unterscheidung zwischen Xbox Live Gold und Silber nicht direkt abgeschafft werden: Sonderangebote, Videokanäle, Videochat und noch viele weitere Funktionen rechtfertigen mit Sicherheit einen monatlichen Preis, wenn aber  sowohl Nintendo als auch Sony einen kostenlosen Multiplayer bieten und lediglich Microsoft Geld für ein mittlerweile selbstverständliches Feature verlangt sollte sich das mit der nächsten Xbox ändern.

8. Originelle First Party Spiele

Dieser Punkt dürfte das A und O sein, zum Start der Xbox 360 hatte Microsoft ein durchaus starkes Lineup von seinen internen Studios erstellen lassen: Bizzare begeisterte mit PGR3, Rare lieferte mit Kameo ein auch nach über sechs Jahren immer noch grandioses Action Adventure ab (das einen sogar das mäßige Perfect Dark Zero verzeihen lies). Später folge dann noch Bungie mit Halo 3 und Epic als 3rd Party Studio mit dem Xbox 360 exklusiven Gears of War, Realtime Worlds mit Crackdown und THQ mit Saints Row. Zumindest bei den First Party Studios ist die Situation desaströs: Bungie gehört nun zu Activision und bastelt dort an einem SciFi Shooter abseits des Halo Universums, Bizzare ging ebenfalls zu Activision und wurde dort nach dem mäßigen Erfolg von Blur abgewickelt. Rare gehört zwar immer noch zu Microsoft, darf dort aber offensichtlich nur noch Minispiele für Kinect entwickeln.  Zum Start einer neuen Konsole braucht es aber Spiele die diese verkaufen, Microsoft sollte also dringend zusehen, dass man fähige Studios einbindet die hochwertige Exklusivtitel bereitstellen (Ein Anfang ist mit dem Kauf von Twisted Pixel ja bereits gemacht) können, wie ein Konsolenlaunch ohne entsprechende Exklusivtitel in die Hose gehen kann hat man bei der PS3 und dem 3DS gesehen.

Bild: (c) tierragamer.com

2. Juni 2012 | Autor: Stargaze

Kommentare

  1. Wieso war der Erfolg der Xbox duchwachsen? Lief doch sehr gut für das erste mal.

    Die Abschaffung der Points hätte aber auch den Nachteil, dass man dann wirklich genau das bezahlen muss, was dort dann verlangt wird. So konnte man die Punkte auch wo anders günstiger erwerben als bei MS selbst. Das würde es dann nicht mehr geben.

    Diese F2P Dinger basieren doch darauf, dass man einen gewissen Teil kostenfrei spielen kann und dann Zusätze kaufbar sind? So weit sind wir doch schon bei den normalen Spielen mit den Mini-Addons und Items ect., nur das man vorher schon ein Vollpreisspiel gekauft hat. Sehe da nicht so recht den Markt für kostenlose Dinge. Die Entwicklungskosten werden immer weiter steigen, da wird man nicht wirklich was geschenkt bekommen. Eher wird es noch teurer.

    Ländercode ist kein Problem der Hardware. Wenn der Publisher das so will, dann setzt er die Sperre. Dazu ist keiner gezwungen. Man kann auch nicht verlangen, das z.b. ein Spiel aus Japan auf einer hier gekauften Konsole läuft. Vielleicht wünscht man sich das, aber fordern kann man das nicht wirklich.

    Wirklich kostenlosen Multiplayer wird es sicherlich nicht mehr lange geben. Dort kann man gut Kohle abgreifen und das werden die Publisher sich nicht nehmen lassen und in irgendeiner Form werden wir uns bei jedem einzelnen zusätzlich anmelden müssen und Kohle bezahlen. Die Zeiten, in denen man ein Spiel einlegt und dann einfach unbegrenzt spielen kann sind vorbei. Meldet man sich nicht an, gibt einen Code nciht ein oder ähnliches, muss man ja jetzt schon auf einen Teil des Spieles verzichten.
    Für MS wird dann nur das Problem sein die Gold Mitgliedschaft in der jetzigen Form zu rechtfertigen.

    Die Wichtigkeit von Exklusivspielen hat ja immer mehr abgenommen. Einzig Nintendo kann da wirklich noch profitieren. Gerade diese Gen hat gezeigt, dass auch ehemalige Exklusiv Entwickler lieber auf den multi Zug aufspringen, da es für sie mehr Einnahmen verspricht.
    Zudem habt man auch gesehen, dass Namen inzwischen Schall und Rauch sind und es kaum noch lohnt ein „bekanntes“ Entwicklerstudio zu kaufen. Oft genug verlassen die fähigsten Leute – und damit auch die „Seele“ – dann schnell die Firma und man produziert nur noch mittelmaß und verschwindet in der Vergessenheit.
    Im Falle von Bungie sind auch nicht alle Mitarbeiter mitgegangen. Einen Teil konnte MS halten und in das neue interne Studio „343 Industries“ integrieren. Wobei Bungie im Gegensatz zu Bizzare eigenständig bleibt und Acti nur der Publisher ist. Die Beweggründe von Bungie für den Abgang verstehe ich aber bis heute nicht.
    Rare ist trauriges Thema. Ich hoffe, dass da noch mal was kommt, aber ich befürchte das schlimmste…
    PGR wird eventuell nun ersetzt durch Forza Horizon, für dessen Entwicklung auch ein neues internes Team zusammengesucht wurde. Da werkeln ehemalige Leute von Bizzare und Codemasters. Auch hier sieht man, dass man lieber die richtigen Leute dahinter zu sich locken muss, als Unsummen in Firmenaufkäufe zu stecken.
    Ganz so rosig sieht es bei Sony auch nicht aus. Da hat man auch exklusive Sachen verloren bzw verlieren ehemals erfolgreiche Titel langsam an Bedeutung.

  2. Die xbox 1 war abgeschlagen in der letzten Generation, und das trotz der Preissenkung wenige Wocen nach Launch. MS hat in die Sparte jede Menge Geld gepunmpt und mit der Xbox 1 absolut nichts verdient. Als neuer Wettbewerber hat man es natürlich schwer, aber vom Erfolg der 360 war die Xbox 1 doch meilenweit entfernt.
    F2P soll dem Spieler natürlich Geld aus der Tasche ziehen, im Idealfall mehr als ein solches Spiel als normales Vollpreisspiel kosten würde, trotzdem ist der Einstieg kostenlos und das lockt viele Spieler an, egal ob WoW, Herr der Ringe Online, DC Universe, MS Flight oder AoE Online, man kann erstmal kostenlos spielen und auch Spaß mit dem Spiel haben.
    Mag sein das ich mcih irre, aber auf der PS3 gibt es keinen Regionalcopde für Spiele, oder? a läuft jedes Spiel, egal welcher Herkunft, auf jeder Konsole (und so konnten PS3 Spieler Cathrine bereits ein halbes Jahr vor EU Release spielen). DAs man kein Anecht darauf hat ist klar (und z.B. Nintendo ist mit dem 3DS zurück zum Regionalcode gegangen, genau wie Sony mit der PS Vita), trotzdem wäre ien Verzicht darauf sicherlich für viele Spieler ein starkes Argument für die Konsole.
    Das mit dem Multiplayer sehe ich komplett anders, der grundliegende Multiplayer ist und bleibt kostenfrei. Das ein Hersteller mit Aktivierungscodes bei gebrauchtspielen mitverdienen will hat ja nichts mit dem eigentlcihen Multiplayer zu tun und sowohl CoD Elite als auch das kommende Battlefield Premium ist nichts anderes als ein season Pass für alle DLCs. Trotzdem glaube ich ncioht, dass sich MS erlauben kann den bisherigen Preis für Gold wegen des Multiplayers zu verlangen, dieser muss einfach kostenlos werden denn sowohl Nintendo als auch Sony holen auf und Xbox Live hat meiner Meinung nach nciht mehr diesen riesigen technischen und featuremäßigen Vorsprung der eine solche Gebühr rechtfertigen würde.
    Im Verlauf einer Konsolengeneration nimmt die Wichtigkeit von exklusivtiteln natürlich ab, aber gerade zum Launch muss man 2-3 Titel ins Regal stellen die einen Spieler dazu bringen mehrere Hundert Euro für eine neue Konsole auszugeben, einfache Umsetzungen von Multiiteln reichen da nicht aus.
    Bei Forza Horzon hatte ich bisher den Einruck das es eher so was wie Test Drive Unlimited in Gut wird.

  3. Wenn jemand in diesen Markt einsteigt, dann muss er da Unsummen rein pumpen, ansonsten kann man es ein lassen. Die Xbox hat genau das erfüllt wofür sie geplant war. Sie hat eine Basis aufgebaut und die „Marke“ bekannt gemacht. Davon hat die 360 profitiert. Bei der nächsten Konsole ist die Marktführerschaft das Ziel. So war es meines erachtens von Anfang an geplant. Das die Marke diese Probleme mit der 360 Hardware so gut überstanden hat ist schon etwas verwunderlich. Schätze man hatte hier auch großes Glück, dass Sony ebenfalls Mist gebaut hat.

    Meines wissens hat auch die PS3 die möglichkeit einen Regionalcode zu setzen. Es obliegt dem Publisher dies zu nutzen. Es soll auch Spiele geben, bei denen der Code geschaltet wird, aber diese sind mir nicht namentlich bekannt und es ist wohl auch nur ein kleiner Teil.
    Glaube auch nicht, dass das so entscheidend ist. Der Anteil der Leute, denen das wichtig ist, dürfte eher gering sein.

    F2P lohnt sich für den Hersteller ja nur, wenn die Leute dann ordentlich Zeug kaufen. Bin da noch nicht überzeugt, dass das lange funktioniert, aber wir werden sehen.

    Beim Multiplayer sind mehrere Dinge denkbar. Entweder man macht ihn generell kostenpflichtig oder man „überredet“ die Leute (wie bei F2P) ordentlich Geld in zusätzliche Download zu stecken um damit die Kosten zu decken. Könnte mir sogar vorstellen, dass dann irgendwann einer mal mit nem Abo-Modell ankommt. Möglich wäre auch mehr Werbung im Spiel oder das eben bei erscheinen des neuen Teils eines Spieles der Vorgänger nicht mehr Online spielbar ist und man die Leute damit „zwingt“ wieder Geld auszugeben. Auf dauer kostenlos sehe ich das nicht.

    Sony macht konstant Verluste. MS hält sich über Wasser. Welcher von beiden verlangt Geld für Online Dinge und welcher nicht? 😉 Nintendo wird man sehen was da passiert. Kann man derzeit nix zu sagen.

  4. Das es keine MMO auf der 360 gibt und Final Fantasy damals nicht gerade ein Erfolg war, liegt an einem simplen Prinzip: Wenn man das Spielen will, muss man die Gold Mitgliedschaft bezahlen und obendrein noch die Abo Gebühren für das MMO, also zwei monatliche Zahlungen paralell. Da hab ich den Quatsch schnell wieder ins Regal gestellt und laut gelacht.

    Microsoft sollte auch unbedingt von den Online Gebühren runter kommen. jeder sollte online spielen können. Die Kunst sollte eher sein, die Kosten bei Microsoft für das Online Gameplay zu verringern, sprich die eigentliche Abwicklung der Games in die Konsole verlagern.

    Ich stelle mir das so vor: Microsoft verwaltet nur noch die Kennungen während die Konsolen für jedes Game ein dezentrales peer to peer Netzwerk aufbauen. Das dürft einen Server nicht sonderlich belasten, wenn ein Spieler beim Login dort seine IP hinschickt und dann die IP eines Gamenodes erhält, der auf jeder Konsole die das Spiel gerade am laufen hat existiert. Microsoft dürfte das pro Spieler monatlich nur Bruchteile von Centbeträgen kosten. Den Rest handeln die Konsolen dann unter sich aus.

    Ich persönlich bin strickt gegen monatliche Gebühren für das Online Spiel. Erstens bieten andere das auch als Service an, zweitens lehne ich eine monatliche Zahlung für etwas ab, das ich eher selten nutze, weil mir die meisten Online Spielmodi eh zu bescheuert sind. Aber hin und wieder mal einen Coop finde ich auch spannend. Doof wenn man dafür dann immer gleich ein Monatsabo abschliessen muss. Dann lässt man das lieber gleich bleiben.

    Weshalb ich mir beispielsweise Resident Evil 6 auf der PS3 holen werde, wenn die Grafik auf der 360 nicht deutlich besser ausfällt. Auf der 360 hab ich alles bis auf den level mit dem blöden Riesen wo man nur die Waffe von dem Jeep hat auf höchster Schwierigkeit geschafft. Dafür extra ein Monatsabo holen, ist aber doof, wobei mein Kumpel das eh auf der Playstation 3 zockt und rate mal warum? Weil Online da nichts kostet.

    Überhaupt sind alle Freunde von mir, die gerne Online spielen, zur PS3 gewandert und ich werd mir eben Spiele, die ich veentuell mal Online zocken werde, für Sonys Konsole holen obeohl ich insgesamt lieber auf der 360 spiele (meist ist die Grafik geringfügig besser bei Multiplattform Titeln und ich find den Controller etwas besser).

    Free to Play sollte zumindest möglich sein, ob das dann Spass macht, ist eine andere Frage. meine Erfahrung mit Free to Play Modellen (Cityville) ist eher nervig. Aber ein faires Modell, wo man auch einen Gegenwert bekommt, ist durchaus denkbar.

    Im allgemeinen bin ich aber eben eher der Flatrate Typ, also ich zahl lieber einmal für eine Sache weil jedesmal zahlen Weh tut, geiz ist eben geil 🙂 Daher können mich erkennbare Folgekosten sehr schnell vom Kauf abhalten, das fängt schon an wenn DLC angekündigt werden, die meist vom Preis Leistungs Verhältniss her auch meist teuer sind, sprich ein bischen mehr Level für viele Points.

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