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Inside Review: Soulcaster

Ehre wem Ehre gebührt! Vor einigen Jahren ist ein neues Genre entstanden und erfreut sich heute größter Beliebtheit. Entwickelt und erfunden von einen Privatmann, keiner großen Firma. Die Rede ist von Tower Defense. So ziemlich jeder dürfte davon etwas gelesen, oder gar gespielt haben. Und viele Leute mögen solch Spiele. Jüngstes Beispiel dürfte da vielleicht Toy Soldiers sein. Auch ein TD Spiel, leicht abgewandelt. Hier geht es aber nicht um ein dicken AA-Arcadetitel, nein, ein Review zum Indie Spiel Soulcaster soll nun folgen. Sicher, auf dem Indiemarktplatz ist es nicht das erste Tower Defense Spiel, aber das erste was auch ein anderen Weg einschlägt…

Allgemeine Info:

Name & Linkum Spiel z: Soulcaster

Entwickler: MagicalTimeBean

Kosten: 240 MS Points

Größe: 15 MB

Die Story soll nur mal Mittel zum Zweck sein. Etwas ganz böses will/soll/muss aufgehalten werden. Und wir als Zauberer, als Soulcaster sind dafür wie geschaffen. Denn wir haben die Kraft alte Seelen aus Statuen zu sammeln und sie so gegen unsere Feinde ein zu setzen. Denn selber zum Stab greifen und Gegner den Hintern zu versohlen ist nicht drin. Das fällt aber erst nach kurzer Zeit auf. Am Anfang denkt man sich es handele sich dabei um gutes, altes RPG handelt – Gaunlet als Beispiel. So kommt auch die Optik rüber. 8-Bit auf ein dicken HD-Fernseher kommt sehr gut und entfacht Nostalgie PUR! Für manche mag es überdrüssig sein und mögen mal gar keine Pixel. Sei´s nun bei den Textboxen, oder bei den Figuren. So hat es mal angefangen und so ist es auch fein.  Nach sehr kurzer Zeit stellt man dann jedoch erschrocken fest ein Tower Defense Titel vor sich zu haben.  Dieser unterscheidet sich aber auch in vielen Nuancen von dem was man sonst so kennt. Die Feinde folgen keinen strikten Pfad und kommen teilweise von allen Seiten angeströmt. Knifflig und fordernd in allen Zügen.

Das Spielprinzip fußt – wie eben erwähnt – auf eine Mischung zwischen RPG & Tower Defense. Und man fragt sich fast warum diese Entwicklung so lange gedauert hat? Hat man nach wenigen Minuten das Prinzip verstanden ist es einfach nur genial. Idee, wie auch die Umsetzung. Soulcaster ist solch ein Spiel was z.Z. einmalig ist und bestimmt bald Nachahmer finden wird. Erfolg hat der Titel jedenfalls. Es macht vieles richtig und nur wenig falsch. Zumal das falsche auch nur eine Hommage an die alten Zeiten ist. Speichern kann man natürlich bei Soulcaster, nur in einer etwas anderen Form wie es mehr die Älteren unter uns zu schätzen wissen. Nämlich mit einer Passwortfunktion. Denn bevor die Spiele mit Speicher ausgestatten wurden musste man ja so speichern. Es ist etwas hinderlich, aber nicht unbedingt schlecht. Jedoch sollte man wahrlich gut auf sein Zettel aufpassen. In der heutigen Zeit ist man es ja fast nicht mehr gewohnt etwas auf Papier zu kritzeln. Das Speicherprinzip ist halt etwas unglücklich gewählt, aber jedoch gut vertretbar.

Dafür macht der Indie Spaß in Sachen Gameplay, Sound und Optik ne Menge wieder wett. 8-Bit Sound und Grafik haben heute noch immer ihren Charme. Knackiger und gut arrangierter Score mit tollen Soundeffekten. Die Figuren, sowie die Dungeons lassen sich sehr gut erkennen und sind abwechslungsreich. Das Gameplay ist simpel und geht schnell von der Hand. Man beschränkt sich nämlich auf nur 3 Figuren, die unterschiedliche Attribute ihr eignen nennen. Diese findet man auch nach kurzer Zeit und kann sie sogleich auf die Gegner los lassen. Für befehligen werden auch nur wenige Buttons gebraucht. An Shops werden dann die Figuren aufgepowert. Ein Taktisches Augenmerk ist dort gefragt. Denn man wird nie dort alles kaufen können. Entweder man hat viele Tower zur Auswahl die dann aber etwas schwächer sind, oder wenige, die dann aber gut austeilen können. Sehr gut geregelt! Ach ja, Freunde von Resident Evil 4 dürften den Händler wieder erkennen.

Fazit

Es ist kurzweilig, es ist gut und es ist fordernd! Und vor allem ist es ein Tower Defense RPG! Da muss man doch nicht mehr viel sagen, oder? Doch: Kaufen! Natürlich nur solche Leute die mit dem TD Genre etwas anfangen können. Soulcaster ist schon irgendwo recht speziell, aber genau das macht es so einzigartig. Ein Nostalgie Bonus gibt es noch oben drauf. Man sollte jedoch etwas Stress- und Frustresistent sein. Denn an manchen Stellen wird es ganz schön haarig. Andere Strategien sollten immer mal probiert werden. Typisch TD halt. Auch mit dem Speicherprinzip muss man sich erst mal anfreunden. Hat man das dann überstanden, dann erwartet euch ein toller Indie Titel. Soulcaster sollte ganz klar angetestet werden. Vielleicht kann man sich ja dafür begeistern. Für das erste Spiel von MagicalTimeBean ist es echt super geworden. Da kommt in Zukunft bestimmt noch vieles gutes bei raus. Nun aber Soulcaster saugen gehen und Spaß damit haben. TOP Teil!

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27. März 2010 | Autor: Kn0kkelmann

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