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Inside Review – Mass Effect DLC „Pinnacle Station“

Ende 2007 erschien das fulminante Mass Effect und Anfang 2010 soll auch endlich der Nachfolger rauskommen. Doch was macht Shepard eigentlich in all der Zeit? Richtig, üben, üben und nochmals üben. Deswegen schiebt BioWare nach einiger Zeit der Ungewissheit und Verschiebungen den zweiten und wohl auch letzten Downloadcontent zu Mass Effect nach, in dem es den Protagonisten und seine Begleiter auf ein richtiges Holodeck verschlägt. Ob diese Übungsstunde auch seine 400 MS-Punkte wert ist erfahrt ihr hier im Review.

Zu Beginn ist erstmal alles wie schon aus dem ersten DLC bekannt: Nach dem Starten eines Spielstands wird die titelgebende Pinnacle Station auf der Galaxie-Karte direkt angezeigt, sodass das Suchen in der Milchstraße entfällt. Hinreisen kann man dort zu jeder Zeit, sofern man sich natürlich nicht dem Weg zum letzten Planeten der Hauptstory macht. Dort angekommen wird auch klar, was es mit der Station auf sich hat. Gebaut zu Zeiten des Krieges gegen die Krogans befindet sich dort heute ein militärischer Übungssimulator mit verschiedenen Szenarien. Commander Shepard wird als Spectre natürlich auch gleich eingeladen, diesen mal auszuprobieren – Einen kleinen persönlichen Anreiz bekommt man auch noch geboten, denn es gilt auch die Ehre der Menschen zu behaupten.

Damit wäre der Grundstein gelegt, insgesamt gilt es 12 „Missionen“ zu absolvieren und dabei, ein wenig arcademäßig, auf der Bestenliste ganz oben zu stehen. Zur freien Auswahl stehen 4 Aufgaben: Conquest (In Bestzeit 3 Punkte einnehmen), Hunt (Innerhalb einer knappen Zeit möglichst viele Gegner zur Strecke bringen samt Zeitbonus), Time Trial (In Bestzeit eine bestimmte Anzahl an Gegner erledigen) und Survival (Solange wie möglich überleben).

Ziel ist es in den ersten 8 Mission immer den aktuellen Champion zu schlagen, erst dann werden die letzten 4 Mission freigeschaltet. Wer alle Missionen meistert darf sich dann auch der ultimativen Herausforderung stellen und ein Stück Geschichte spielen. Wer auch diese meistert darf sich dann auch auf eine kleine, wenn auch spielerisch nicht bedeutsame, Belohnung freuen.

Präsentieren tut sich das Ganze so, wie man es von einer holographische Projektion erwartet: Die sehr kleinen Level werden durch große, sichtbare Wände begrenzt und die Gegner spawnen auch direkt vor den Augen und verschwinden nach dem Ableben als quirliger Datenstrom. Leider gibt es aber nur 4 verschiedene Level, deren jeweilige Setting zudem auch aus dem  Hauptspiel stammen, z.B. den Tropen aus Virmire. Auch der Aufbau ist recht einfach gehalten, man kann eigentlich nur im Kreis laufen, zu erkunden gibt es wenig. Das gilt im Übrigen auch für die Raumstation – Die bietet aber immerhin eine schicke Aussicht. Dafür ist aber wie immer alles exzellent vertont und der DLC steht, auch nicht selbstverständlich, neben Deutsch auch auf Englisch zur Verfügung.

Aber auch spielerisch weiß Pinnacle Station nicht zu Überzeugen: Es gibt, anders als wie beim ersten Addon „Bring Down the Sky“ keine richtige Handlung und auch sonst bietet der DLC nichts Neues. Zudem ist der DLC für hochgelevelte Charaktere (Soldat, Level 58 auf Insane) relativ leicht – Bis auf eine Hunt-Mission, die sich im Gegensatz zu den anderen als sehr schwer herausstellt, da der Zeitbonus für Abschüsse sehr schnell auf 1 Sek. abfällt während man davor den Counter ohne Probleme auf 10 Minuten ausbauen kann. Da wurde sich beim Balancing dann wohl doch etwas vertan.

Es kann kein Zufall sein, dass Pinnacle Station wie Fallout 3s Operation Anchorage in einem Simulator spielt, denn beide verbindet noch etwas anderes: Warum soll man für den 3 Stunde-Happen ein in diesem Fall 2 Jahre altes Spiel hervorkramen? Hat man in den  anterthalb Jahren nichts besseres hinbekommen oder waren das einfach Reste aus der Entwicklung von Mass Effect selbst?

Der einzige Grund sich den DLC zu installieren wäre, neben den 150 GS, das baldige Erscheinen des 2. Teils. Wer sich also noch einen Spielstand anlegen will und alles von Mass Effect aufsaugen muss, der kann bei den diesmal humanen 400 MS-Points zugreifen, ein Pflichtkauf ist der DLC aber definitiv nicht.

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28. August 2009 | Autor: schmusheep

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