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Arcade Review: Comic Jumper

Der Herbst ist da! Zeit für all die Entwickler bzw. deren Publisher ein Inferno auf den geneigten Zocker los zu lassen. So auch Microsoft, die uns nach dem – eher durchwachsenen – „Summer Of Arcade“ gleich das „Game Feast“ hinter her schmeißen. Man könnte meinen das es sich dabei auch um richtig gute Hochkaräter handeln müsste. Tja, schon in der zweiten Woche sieht es alles andere als rosig und nach Top-Titel aus. Die Redmonder hätten sich also diese Mini-PR auch sparen können. Neben dem recht schwachen Hydrophobia schaut man ab heute gespannt auf Comic Jumper, den neusten Streich aus dem Hause Twisted Pixel. Und am liebsten möchte man gleich wieder weg gucken. Erfahrt mehr in unserem (Teststempel) Review zu Comic Jumper wieso, weshalb und warum…

Im Musikbereich entscheidet immer das dritte Album über den Verbleib einer Band. Gut das man das für die Videospielbranche nicht schreiben kann, denn dann hätten Twisted Pixel nun arge Probleme. Aber von vorne….

“Captain Smiley? You can have the whole Box…for free!“

Es fing richtig gut an. Die Neuigkeit das Twisted Pixel an einen neuen Spiel sitzen, was sich den (schlechten) Comics dieser und damaliger Zeit annimmt wurde vielerorts gefeiert. So ist die Schmiede ja schon sehr bekannt durch „The Maw“ und ihren „‘Splosion Man“. Beides Titel die einen leichten Zugang gewährten und einen recht schnell packten. Der absurde Humor und die abgedrehten Charaktere trugen dazu bei, aber auch Gameplaytechnisch waren die Jungens und Mädels auf Zack! Kann ja eigentlich nichts schief gehen, oder?

Doch! Es ist richtig traurig zu sehen was aus The Adventures Of Captain Smiley geworden ist. Es schlummern viele gute Ideen im Zahlencode. Grad die Tatsache das man sich durch verschiedenen Comics schießt, rennt und stirbt ist toll. So hat halt jedes Comic sein eigenes Thema und man selber verändert sich rein optisch auch mit. Jedoch bleibt alles, aber auch wirklich ALLES vom ersten bis zum letzten Level immer und immer wieder gleich…es sieht nur anders aus. Es sieht richtig, richtig gut aus und weiss zu gefallen, aber damit hat sich’s dann auch schon.

In einem Moment rennt man von links nach rechts und ballert Strunz doofe, aber hartnäckige Gegner ab , dann darf man sich in bester Railroad-Shooter Manier durch einen Teil des Level führen lassen und dann wieder frei entscheiden dürfen wohin man geht. Zwischenzeitlich dann rund 4 mal das Zeitliche segnen. Das alles bei einer Spielzeit von rund 7 Stunden ist einfach zu monoton, frustig und krampfig. Knackige Gegner und „Old School“ Gameplay in allen Ehren, aber an manchen Stellen wird es einfach nur unfair. Zumal man keinen Schwierigkeitsgrad zur freien Verfügung hat.

Der Score geht in Ordnung, ist nicht aufdringlich und untermalt das Geschehen ganz gut. Die Synchronisation ist auch nett geraten, jedoch wurde bisweilen nicht alles in den deutschen Untertiteln gut übersetzt. Denn der Humor ist hier wirklich sehr speziell, bisweilen albern und prollig. Selbiges verhält sich auch für die Charaktere.

Ein Lob geht aber an die Ausstattung des Spieles. Selten zuvor hat man ein Titel gezockt der so prall mit massigen Extras gefüllt ist. Diese muss man sich zum Teil zwar auch erst im Spiel direkt erkaufen (Spielebilder, Premium Theme), sind aber so eine nette Dreingabe wie man es von TP ja gewohnt ist.

Fazit

Wirklich, wirklich schade! Es hätte so gut werden können, was bleibt ist aber nur pure Langeweile! Sicher, viele Spiele bieten selten Abwechslung im Gameplay, aber das was hier in Captain Smiley geboten wird ist schon fast nicht mehr feierlich. Wer die Demo spielt kann sich gewiss sein das es im ganzen Spiel keine Änderung geben wird, außer sie sind halt rein optischer Natur. Das Spiel macht im Prologlevel noch gut Laune, aber ab der Mitte des ersten richtigen Comics ist die Luft raus und man ärgert sich nur noch über Gegnerhorden und ein krampfiges Gameplay. Da kann der eigensinnige Humor auch nicht mehr viel retten. Grad da man mit Übersetzungen nicht überhäuft wird. In den Zwischensequenzen ist alles deutsch lesbar, wenn sich der Captain mit seinen prolligen Sidekick, dem „Star“ , streitet, dann muss man genau die Ohren spitzen und nebenbei noch aufpassen das man nicht zu viel Energie verliert, denn sonst nervt uns Gerda noch mit ihren Kommentaren….immer und immer wieder. Nein, also 1200 Punkte ist ja heute schon Normalpreis, aber das ist das Spiel es nicht wert. Extras hin, oder her. Es sind Extras und nicht das eigentliche was mich bewegt ein Spiel zu kaufen. Man sollte wirklich lieber drei Mal die Demo probe zocken und gucken ob es dann immer noch Spaß macht. Auch muss man abwägen ob es den Preis wert ist. Potential ist vorhanden, dieser ist aber mehr im optischen Sektor zu finden als vom Gameplay. Es ist wirklich sehr schade was hier an Pulver verschossen wird und Twisted Pixel es nicht packen an alte Titel an zu knüpfen. Es wird seine Liebhaber finden, sicher, aber hier wird nicht jeder seine Freude finden….

[xrr rating=6/12 label=“Spielspaß:“ display_as=fraction_stars fraction_separator=“ / „]

Infos zum Spiel

Name und Link zum Spiel: Comic Jumper

Preis: 1200 MS Points

Entwickler: Twisted Pixel

Größe: 1,98 GB

6. Oktober 2010 | Autor: Kn0kkelmann

Kommentare

  1. Also das Gameplay ist wirklich nicht das wahre und hat mich schon in der Demo ein wenig angeödet aber die Präsentation ist ja mal wohl einzigartig. Was ich sehr Cool finde ist das sie die Kritik an „The Maw“ auch in das Spiel aufgenommen haben wenn man an den Automaten geht. Ich denke das ich warten werde bis es das Game irgendwann mal als Deal of the Week gibt denn 1200 Punkte sind denke ich trotz der Zusätze zuviel für ein Spiel was Gameplaymäßig so eintönig ist.

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